Lebensmittel-Extrakt
Apfelessig
Was ist Apfelessig?
Apfelessig entsteht durch die Fermentation von Apfelsaft, zuerst zu Alkohol, dann zu Essigsäure. Naturtrüber Apfelessig enthält häufig die sogenannte "Mutter", einen Bodensatz aus Essigbakterien und Zellulose, dem traditionell zusätzliche Nährstoffe zugeschrieben werden. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist ein aus flüssigem Essig gewonnenes Pulver verwendet, das in Kapseln abgefüllt wird.
Was die Forschung zeigt
Eine Metaanalyse von 10 randomisiert-kontrollierten Studien mit 789 Teilnehmenden (2025) fand eine moderate, aber statistisch signifikante Reduktion von Körpergewicht, BMI und Taillenumfang bei täglicher Einnahme, mit vorgeschlagenen Mechanismen wie verlangsamter Magenentleerung und Einfluss auf den Glukosestoffwechsel. Die zugrunde liegenden Studien arbeiteten überwiegend mit flüssigem Essig; ob sich die Ergebnisse eins zu eins auf Pulver oder Kapseln übertragen lassen, ist nicht abschließend geklärt. Die Autoren weisen zudem auf methodische Schwächen einiger Einzelstudien hin und fordern größere Langzeitstudien. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe existiert in der EU nicht.
Die oben zusammengefassten Studien sind allgemeine wissenschaftliche Literatur zu diesem Inhaltsstoff, keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe nach EU-Recht und kein Wirkversprechen für ein bestimmtes Produkt.
Apfelessig: Dosierung und Einnahme
In den Studien mit den deutlichsten Effekten wurden meist etwa 15 ml flüssiger Essig täglich eingesetzt, umgerechnet etwa 1 bis 2 Esslöffel, verdünnt in einem Glas Wasser. Für Kapseln oder Pulver gibt es keine direkt vergleichbare, offiziell festgelegte Menge, da diese Darreichungsformen in den zugrunde liegenden Studien kaum untersucht wurden; maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Vorsicht und Wechselwirkungen
Unverdünnter, flüssiger Apfelessig kann Zahnschmelz und Speiseröhre reizen sowie den Magen belasten; in Kapselform entfällt dieses Risiko weitgehend. Apfelessig kann den Kaliumspiegel senken und dadurch mit entwässernden Medikamenten (Diuretika) interagieren; das kann besonders bei ohnehin niedrigen Kaliumwerten oder Nierenerkrankungen relevant werden. Da er zusätzlich den Blutzucker senken kann, steigt bei gleichzeitiger Einnahme von Diabetes-Medikamenten wie Insulin oder Metformin das Risiko einer Unterzuckerung; in beiden Fällen sollte vorher ärztlicher Rat eingeholt werden. Menschen mit Refluxbeschwerden oder Magengeschwüren sollten die Anwendung ebenfalls vorab ärztlich abklären.
Verwendet in diesen Produkten
Häufige Fragen zu Apfelessig
Wie viel Apfelessig sollte ich täglich einnehmen?
In den Studien mit den deutlichsten Effekten wurden meist etwa 15 ml flüssiger Essig täglich eingesetzt, umgerechnet 1 bis 2 Esslöffel, verdünnt in einem Glas Wasser. Für Kapseln oder Pulver gibt es keine direkt vergleichbare, offiziell festgelegte Menge; maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Sind Kapseln genauso wirksam wie flüssiger Essig?
Die zugrunde liegenden Studien arbeiteten überwiegend mit flüssigem Essig. Ob sich die Ergebnisse eins zu eins auf Pulver oder Kapseln übertragen lassen, ist nicht abschließend geklärt, auch wenn diese Form das Risiko für Zahnschmelz und Speiseröhre deutlich reduziert.
Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?
Apfelessig kann den Kaliumspiegel senken und mit entwässernden Medikamenten (Diuretika) interagieren. Da er zusätzlich den Blutzucker senken kann, steigt bei Diabetes-Medikamenten wie Insulin oder Metformin das Risiko einer Unterzuckerung. In beiden Fällen sollte vorher ärztlicher Rat eingeholt werden.
Hilft Apfelessig wirklich beim Abnehmen?
Eine Metaanalyse von 10 randomisiert-kontrollierten Studien mit 789 Teilnehmenden fand eine moderate, aber signifikante Reduktion von Gewicht, BMI und Taillenumfang. Die Studienautoren weisen aber auf methodische Schwächen hin, und eine von der EFSA zugelassene Angabe existiert dafür nicht.
Quellen
- Effect of Apple Cider Vinegar Intake on Body Composition in Humans with Type 2 Diabetes and/or Overweight: A Systematic Review and Meta-Analysis of Randomized Controlled Trials (Nutrients (MDPI) / PMC12472926)
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.
