Mineralstoff · zugelassene EU-Angabe

Calcium

Calcium: natürliche Quellen und redaktionelle Nährstoffdarstellung

Was ist Calcium?

Calcium ist das im menschlichen Körper mengenmäßig häufigste Mineral, rund 99 % davon sind in Knochen und Zähnen gespeichert, der Rest zirkuliert im Blut und in den Zellen, wo er an zahlreichen Steuerungsprozessen beteiligt ist. In Nahrungsergänzungsmitteln kommen meist Calciumcarbonat, Calciumcitrat oder Calciumgluconat zum Einsatz, die sich in ihrem elementaren Gehalt und ihrer Bioverfügbarkeit unterscheiden, Citrat gilt dabei unabhängig von Mahlzeiten als besonders gut resorbierbar. Über Milchprodukte, grünes Blattgemüse und mineralstoffreiches Wasser lässt sich ein Teil des Tagesbedarfs auch über die Ernährung decken.

Zugelassene EU-Angabe

Calcium wird für die Erhaltung normaler Knochen sowie für die Erhaltung normaler Zähne benötigt. Es trägt außerdem zu einer normalen Muskelfunktion, einer normalen Blutgerinnung und einer normalen Energiebereitstellung des Stoffwechsels bei und spielt eine Rolle bei der Zellteilung. Diese Aussagen sind in der EU zugelassen, siehe Verordnung (EU) Nr. 432/2012.

Was die Forschung zeigt

Die zugelassenen Angaben zu Knochen und Zähnen zählen zu den am häufigsten beworbenen Aussagen in Nahrungsergänzungsmitteln zu diesem Mineralstoff, da er mengenmäßig den größten Baustein der Knochensubstanz bildet. Daneben ist er an der Erregungsübertragung von Nerven und Muskeln sowie an zahlreichen Enzymreaktionen beteiligt, etwa bei der Blutgerinnung nach einer Verletzung.

In Kombinationspräparaten wird das Mineral häufig gemeinsam mit Vitamin D3 und Vitamin K2 eingesetzt, da diese drei Nährstoffe im Knochenstoffwechsel eng zusammenwirken, Vitamin D3 für die Aufnahme aus dem Darm, Vitamin K2 für den Einbau in die Knochenmatrix. Ohne ausreichend Vitamin D3 kann selbst eine hohe Zufuhr über die Nahrung nur eingeschränkt genutzt werden.

Calcium: Dosierung und Einnahme

Der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) liegt bei 800 mg pro Tag. Das deutsche BfR empfiehlt, die zusätzliche Aufnahme aus Nahrungsergänzungsmitteln auf 500 mg pro Tag zu begrenzen, da bereits ein erheblicher Teil des Bedarfs über die normale Ernährung gedeckt wird. Die EFSA hält eine tägliche Gesamtzufuhr von bis zu 2.500 mg aus allen Quellen für unbedenklich. Wer viel Milch, Käse oder angereichertes Mineralwasser konsumiert, sollte diese Mengen bei der Wahl der Portionsgröße eines Präparats mitbedenken. Maßgeblich ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Vorsicht und Wechselwirkungen

Sehr hohe, dauerhafte Zufuhren werden mit einem erhöhten Risiko für Nierensteine sowie möglichen Wechselwirkungen mit der Aufnahme anderer Mineralstoffe wie Eisen und Zink in Verbindung gebracht. Personen mit Nierenerkrankungen oder Neigung zu Nierensteinen sollten eine zusätzliche Supplementierung vorher ärztlich abklären. Das Mineral kann zudem die Aufnahme bestimmter Medikamente wie Schilddrüsenhormone oder manche Antibiotika beeinträchtigen, weshalb ein zeitlicher Abstand von mehreren Stunden zur Einnahme dieser Präparate sinnvoll ist.

Häufige Fragen zu Calcium

Wie viel Calcium sollte ich täglich einnehmen?

Der EU-Nährstoffbezugswert liegt bei 800 mg pro Tag. Das BfR empfiehlt, aus Nahrungsergänzungsmitteln zusätzlich nicht mehr als 500 mg pro Tag aufzunehmen, da ein Teil des Bedarfs meist schon über die Ernährung gedeckt wird. Maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Wofür gibt es zugelassene EU-Angaben?

Das Mineral wird für die Erhaltung normaler Knochen und normaler Zähne benötigt und trägt zu normaler Muskelfunktion, normaler Blutgerinnung und normaler Energiebereitstellung bei. Diese Angaben sind von der EFSA geprüft und in der EU offiziell zugelassen.

Warum wird Calcium oft mit Vitamin D3 und K2 kombiniert?

Die drei Nährstoffe wirken im Knochenstoffwechsel eng zusammen: Vitamin D3 unterstützt die Aufnahme aus dem Darm, Vitamin K2 den anschließenden Einbau in die Knochenmatrix.

Kann eine Überdosierung schaden?

Sehr hohe, dauerhafte Zufuhren werden mit einem erhöhten Risiko für Nierensteine in Verbindung gebracht. Personen mit Nierenerkrankungen sollten eine zusätzliche Supplementierung vorher ärztlich abklären.

Welche Form wird am besten aufgenommen?

Calciumcitrat gilt als gut bioverfügbar und kann unabhängig von Mahlzeiten eingenommen werden, während Calciumcarbonat, die günstigste und am weitesten verbreitete Form, idealerweise zu einer Mahlzeit eingenommen wird.

Quellen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.