Gewürzextrakt

Cayennepfeffer

Cayennepfeffer: Pflanze, Rohstoff und Extraktdarstellung im Inhaltsstoffe-Lexikon

Was ist Cayennepfeffer?

Cayennepfeffer (Capsicum annuum) liefert Capsaicin, den namensgebenden Scharfstoff, der TRPV1-Rezeptoren aktiviert, dieselben Rezeptoren, die auch auf Hitzereize reagieren, was das charakteristische Wärme- bzw. Brenngefühl erklärt. Auf der Scoville-Skala, die den Schärfegrad von Chilisorten misst, liegt Cayennepfeffer meist im Bereich von 30.000 bis 50.000 Einheiten, deutlich schärfer als Paprika, aber milder als etwa Habanero oder Ghost Pepper. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist ein auf Capsaicinoide standardisierter Extrakt eingesetzt statt des gemahlenen Gewürzes.

Was die Forschung zeigt

Eine Metaanalyse von 23 randomisiert-kontrollierten Studien (über 1.200 Teilnehmende) fand, dass akute Capsaicin-Dosen von 2 bis 10 mg den Energieverbrauch für 2 bis 3 Stunden um 4 bis 10 % steigerten. Eine weitere Metaanalyse beschreibt einen moderaten Anstieg des Ruheenergieverbrauchs um rund 34 kcal/Tag. Die Effektgröße gilt in der Forschung als klein und dosisabhängig. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe existiert in der EU nicht.

Die oben zusammengefassten Studien sind allgemeine wissenschaftliche Literatur zu diesem Inhaltsstoff, keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe nach EU-Recht und kein Wirkversprechen für ein bestimmtes Produkt.

Cayennepfeffer: Dosierung und Einnahme

Für Nahrungsergänzungsmittel empfehlen die meisten Hersteller 30 bis 120 mg, teils verteilt auf mehrere Einnahmen über den Tag; für Kapseln werden häufig 30 bis 60 mg pro Tag genannt. Die in Studien zum Energieverbrauch untersuchten akuten Einzeldosen lagen mit 2 bis 10 mg deutlich darunter, wurden dort aber meist unmittelbar vor oder zu einer Mahlzeit verabreicht. Maßgeblich ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Vorsicht und Wechselwirkungen

Capsaicin kann Magen und Schleimhäute reizen, besonders bei empfindlichem Magen oder in Kombination mit anderen scharfen Zutaten; mögliche Folgen sind Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Durchfall. Das deutsche BfR hat in einer Risikobewertung auf mögliche Schäden an der Magenschleimhaut bei sehr hohen Capsaicin-Mengen hingewiesen, wie sie etwa durch stark gewürzte Lebensmittel in Kombination mit zusätzlichen Präparaten erreicht werden können. Bei Magengeschwüren, Reflux oder empfindlichem Magen-Darm-Trakt sollte die Einnahme vorher ärztlich abgeklärt werden.

Häufige Fragen zu Cayennepfeffer

Wie viel Cayennepfeffer-Extrakt ist üblich?

Die meisten Hersteller empfehlen 30 bis 120 mg, teils verteilt auf mehrere Einnahmen über den Tag; für Kapseln werden häufig 30 bis 60 mg pro Tag genannt. Maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Hilft es wirklich beim Energieverbrauch?

Eine Metaanalyse von 23 Studien fand, dass akute Dosen von 2 bis 10 mg Capsaicin den Energieverbrauch für 2 bis 3 Stunden um 4 bis 10 % steigerten, eine weitere Analyse beschreibt einen moderaten Anstieg um rund 34 kcal täglich. Die Effektgröße gilt als klein, und eine von der EFSA zugelassene Angabe existiert dafür nicht.

Kann es dem Magen schaden?

Capsaicin kann Magen und Schleimhäute reizen und bei empfindlichen Personen Sodbrennen, Bauchschmerzen oder Durchfall auslösen. Das deutsche BfR weist bei sehr hohen Mengen auf mögliche Schäden an der Magenschleimhaut hin. Bei Magengeschwüren oder Reflux sollte die Einnahme vorher ärztlich abgeklärt werden.

Ist es für jeden geeignet?

Bei empfindlichem Magen-Darm-Trakt, Magengeschwüren oder Reflux sollte die Einnahme vorher ärztlich abgeklärt werden. Ansonsten gelten die in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Mengen bei den meisten gesunden Erwachsenen als gut verträglich.

Quellen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.