Vitamin · zugelassene EU-Angabe

Niacin (Vitamin B3)

Niacin (Vitamin B3): natürliche Quellen und redaktionelle Nährstoffdarstellung

Was ist Niacin (Vitamin B3)?

Niacin (Vitamin B3) ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das der Körper für die Energiegewinnung aus Nahrung benötigt. In Nahrungsergänzungsmitteln kommen vor allem zwei chemische Formen vor, Nicotinsäure und Nicotinamid, die sich in ihrem Sicherheitsprofil deutlich unterscheiden. Über die normale Ernährung wird der Nährstoff unter anderem aus Fleisch, Fisch, Vollkornprodukten und Erdnüssen aufgenommen; der Körper kann außerdem einen kleinen Teil selbst aus der Aminosäure Tryptophan bilden.

Zugelassene EU-Angabe

Niacin trägt zu einem normalen Energiestoffwechsel bei und trägt zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung bei. Diese Aussagen sind in der EU zugelassen, siehe Verordnung (EU) Nr. 432/2012.

Was die Forschung zeigt

Die Rolle des Vitamins im Energiestoffwechsel ist gut dokumentiert und Grundlage der zugelassenen EU-Angaben zu Energiestoffwechsel und Müdigkeitsreduktion.

Niacin (Vitamin B3): Dosierung und Einnahme

Der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) für die Etikettierung liegt bei 16 mg pro Tag; die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nennt je nach Alter, Geschlecht und Energieumsatz eine übliche Zufuhrempfehlung von 11 bis 17 mg Niacin-Äquivalenten täglich. Für Nahrungsergänzungsmittel empfiehlt das deutsche BfR, nicht mehr als 160 mg Nicotinamid oder 4 mg Nicotinsäure pro Tag zusätzlich aufzunehmen; die EFSA setzt die tolerierbare Gesamtzufuhr bei 900 mg Nicotinamid bzw. 10 mg Nicotinsäure täglich an. Maßgeblich ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Da der Körper einen Teil des Bedarfs auch selbst aus Tryptophan herstellen kann, wird der Gesamtbedarf offiziell in "Niacin-Äquivalenten" angegeben, die beide Quellen zusammenrechnen. Menschen mit erhöhtem Energieumsatz, etwa durch intensiven Sport, haben tendenziell einen etwas höheren Bedarf als der allgemeine Richtwert vorsieht.

Vorsicht und Wechselwirkungen

Nicotinsäure kann bereits ab etwa 30 mg zu Juckreiz, Hitzegefühl und einer plötzlichen Hautrötung (Flush) führen; Nicotinamid gilt diesbezüglich als deutlich verträglicher. Bei sehr hohen Mengen an Nicotinsäure von 300 mg und mehr pro Tag wurden Übelkeit, Erbrechen, Sodbrennen, Durchfall sowie in Einzelfällen erhöhte Leberwerte beobachtet. Wer zu einem Flush neigt, kann meist auf die besser verträgliche Nicotinamid-Form ausweichen. Die empfohlene Tagesdosis auf dem Etikett sollte deshalb nicht überschritten werden.

Häufige Fragen zu Niacin (Vitamin B3)

Wie viel Niacin sollte ich täglich einnehmen?

Der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) liegt bei 16 mg pro Tag. Das BfR empfiehlt, aus Nahrungsergänzungsmitteln nicht mehr als 160 mg Nicotinamid oder 4 mg Nicotinsäure zusätzlich aufzunehmen, während die EFSA eine Gesamtzufuhr von bis zu 900 mg Nicotinamid bzw. 10 mg Nicotinsäure täglich als unbedenklich einstuft.

Was ist ein Niacin-Flush?

Als Flush wird eine plötzliche Hautrötung mit Wärmegefühl und teils Juckreiz bezeichnet, die vor allem durch höhere Dosen Nicotinsäure ausgelöst wird, bereits ab etwa 30 mg. Nicotinamid verursacht diesen Effekt in der Regel nicht.

Kann eine Überdosierung der Leber schaden?

Bei sehr hohen Mengen an Nicotinsäure von 300 mg und mehr pro Tag wurden Übelkeit, Erbrechen, Durchfall und in Einzelfällen erhöhte Leberwerte beobachtet. Solche Mengen liegen deutlich über der in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Dosierung.

Hilft es wirklich gegen Müdigkeit?

Der Beitrag zu einem normalen Energiestoffwechsel und zur Verringerung von Müdigkeit und Ermüdung ist eine von der EFSA geprüfte und in der EU zugelassene Angabe für dieses Vitamin.

Quellen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.