Gewürzextrakt
Piperin (Schwarzer-Pfeffer-Extrakt)
Was ist Piperin (Schwarzer-Pfeffer-Extrakt)?
Piperin ist der Scharfstoff des schwarzen Pfeffers (Piper nigrum) und wird Nahrungsergänzungsmitteln meist in geringer Menge zugesetzt, um die Aufnahme anderer Inhaltsstoffe im Darm zu verbessern. Bekannt ist unter anderem das patentierte Handelspräparat BioPerine®. Chemisch handelt es sich um ein Alkaloid, das auch für den charakteristischen scharfen Geschmack von schwarzem und weißem Pfeffer verantwortlich ist, wenn auch in unterschiedlicher Konzentration je nach Verarbeitungsgrad der Pfefferkörner.
Was die Forschung zeigt
Studien zeigen, dass der Wirkstoff die Bioverfügbarkeit von Curcumin aus Kurkuma um bis zu 2.000 Prozent steigern kann, indem er bestimmte Enzyme im Dünndarm sowie das Transportprotein P-Glykoprotein hemmt und dadurch die Aufnahme von Wirkstoffen ins Blut verbessert. Dieser Mechanismus wirkt sich nicht nur auf Curcumin, sondern potenziell auf eine ganze Reihe weiterer Substanzen aus. Eine offiziell zugelassene gesundheitsbezogene Angabe existiert dafür in der EU nicht.
Die oben zusammengefassten Studien sind allgemeine wissenschaftliche Literatur zu diesem Inhaltsstoff, keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe nach EU-Recht und kein Wirkversprechen für ein bestimmtes Produkt.
Piperin (Schwarzer-Pfeffer-Extrakt): Dosierung und Einnahme
Handelsübliche BioPerine®-haltige Präparate enthalten meist 5 bis 10 mg Piperin pro Kapsel, in der Praxis werden Mengen zwischen 5 und 20 mg pro Tag eingesetzt. Das deutsche BfR empfiehlt demgegenüber, nicht mehr als 2 mg Piperin aus Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen; handelsübliche Kombinationspräparate liegen damit teils über diesem vorsorglichen Richtwert. Wer bereits ein anderes piperinhaltiges Präparat einnimmt, sollte die Gesamtmenge aus allen Quellen zusammenrechnen, um eine unbeabsichtigte Überschreitung des vorsorglichen Richtwerts zu vermeiden. Maßgeblich ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Vorsicht und Wechselwirkungen
Piperin hemmt Cytochrom-P450-Enzyme sowie das Transportprotein P-Glykoprotein, über die auch viele Medikamente abgebaut werden, etwa Blutverdünner, Antidepressiva, Schmerzmittel oder bestimmte Krebsmedikamente. Dadurch können solche Medikamente stärker oder länger wirken als vorgesehen. Bei regelmäßiger Einnahme verschreibungspflichtiger Medikamente, insbesondere bei mehreren gleichzeitig eingenommenen Präparaten, sollte die Kombination mit piperinhaltigen Nahrungsergänzungsmitteln deshalb vorher ärztlich oder pharmazeutisch abgeklärt werden. In höheren Dosen kann der Stoff zudem den Magen reizen und in Einzelfällen zu Sodbrennen führen. Wegen seiner Wirkung auf die Darmschleimhaut wird zudem diskutiert, ob eine dauerhafte Einnahme in hohen Mengen die Aufnahme unerwünschter Fremdstoffe begünstigen könnte, wobei die wissenschaftliche Datenlage zu diesem speziellen Aspekt bislang noch recht begrenzt und uneinheitlich ausfällt.
Verwendet in diesen Produkten
Häufige Fragen zu Piperin (Schwarzer-Pfeffer-Extrakt)
Wie viel Piperin ist in solchen Nahrungsergänzungsmitteln üblich?
Handelsübliche BioPerine®-haltige Präparate enthalten meist 5 bis 10 mg pro Kapsel. Das BfR empfiehlt demgegenüber, nicht mehr als 2 mg Piperin aus Nahrungsergänzungsmitteln aufzunehmen. Maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Warum wird Piperin so oft anderen Wirkstoffen zugesetzt?
Piperin kann die Bioverfügbarkeit anderer Substanzen, etwa Curcumin, um bis zu 2.000 Prozent steigern, indem es bestimmte Darmenzyme und ein Transportprotein hemmt und so die Aufnahme ins Blut verbessert.
Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?
Piperin hemmt Enzyme, über die auch viele Medikamente abgebaut werden, etwa Blutverdünner, Antidepressiva oder Schmerzmittel. Dadurch können diese stärker oder länger wirken. Bei regelmäßiger Medikamenteneinnahme sollte die Kombination vorher ärztlich abgeklärt werden.
Gibt es Nebenwirkungen?
In höheren Dosen kann der Stoff den Magen reizen und gelegentlich Sodbrennen auslösen. In den in Kombinationspräparaten üblichen, geringen Mengen wird er in der Regel gut vertragen.
Quellen
- Piperin: Wechselwirkungen mit Arzneimitteln (PTAheute)
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.
