Pflanzenstoff
Quercetin
Was ist Quercetin?
Quercetin ist ein Flavonoid, das in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommt, beispielsweise in Zwiebeln, Äpfeln und Beeren. Es zählt zu den am häufigsten untersuchten sekundären Pflanzenstoffen und wird in Nahrungsergänzungsmitteln meist als isoliertes Pulver oder in speziellen, besser bioverfügbaren Formulierungen eingesetzt. Rote Zwiebeln und vor allem deren äußere, meist achtlos weggeworfene Schalen gehören zu den konzentriertesten bekannten Lebensmittelquellen dieses Flavonoids, deutlich mehr als das übliche Zwiebelfleisch selbst.
Was die Forschung zeigt
Der Stoff wird vor allem im Zusammenhang mit antioxidativen und entzündungsmodulierenden Eigenschaften untersucht. Klinische Studien setzten meist 500 bis 1.000 mg täglich über 8 bis 12 Wochen ein; in einer Dosis-Eskalationsstudie wurden auch bis zu 2.000 mg pro Tag über eine Woche ohne schwerwiegende Nebenwirkungen toleriert. Die natürliche Bioverfügbarkeit ist gering, weshalb manche Präparate auf speziell aufbereitete Formen setzen, die deutlich höhere Blutspiegel erreichen können. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe existiert in der EU nicht.
Die oben zusammengefassten Studien sind allgemeine wissenschaftliche Literatur zu diesem Inhaltsstoff, keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe nach EU-Recht und kein Wirkversprechen für ein bestimmtes Produkt.
Quercetin: Dosierung und Einnahme
In klinischen Studien wurden meist 500 bis 1.000 mg pro Tag eingesetzt, teils über 8 bis 12 Wochen. Ab etwa 1.000 mg täglich gilt der Stoff in der Literatur als höher dosiert; bei speziell aufbereiteten, besser bioverfügbaren Formen kann bereits eine geringere Milligrammzahl einer deutlich höheren Wirkstoffaufnahme entsprechen als bei der unformulierten Ausgangssubstanz. Manche Hersteller kombinieren die Formulierung zusätzlich mit Vitamin C oder dem Enzym Bromelain aus der Ananas, um die angenommene Wirkung im Körper nach eigener Positionierung weiter zu unterstützen. Maßgeblich bleibt immer die genaue Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Vorsicht und Wechselwirkungen
In den in Studien verwendeten Mengen wird der Stoff überwiegend gut vertragen; gelegentlich werden Kopfschmerzen oder leichte Magen-Darm-Beschwerden berichtet, in Häufigkeit meist nahe am Placebo-Niveau. Eine onkologische Studie mit sehr hohen intravenösen Dosen zeigte dosislimitierende Effekte auf die Nieren; bei oraler Kurzzeiteinnahme in üblichen Mengen wurde das bei gesunden Personen bislang nicht beobachtet. Bei bereits bestehenden Nierenerkrankungen ist dennoch Vorsicht geboten, und die Einnahme sollte vorab ärztlich abgeklärt werden. Da der Stoff über bestimmte Leberenzyme verstoffwechselt wird, die auch am Abbau vieler gängiger Arzneimittel beteiligt sind, ist bei regelmäßiger Einnahme mehrerer Medikamente ebenfalls Vorsicht angebracht.
Verwendet in diesen Produkten
Häufige Fragen zu Quercetin
Wie viel Quercetin ist in Studien üblich?
Klinische Studien setzten meist 500 bis 1.000 mg täglich über 8 bis 12 Wochen ein. In einer Dosis-Eskalationsstudie wurden auch bis zu 2.000 mg pro Tag über eine Woche ohne schwerwiegende Nebenwirkungen toleriert. Maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Warum unterscheiden sich Präparate stark in der Wirkstoffaufnahme?
Die natürliche Bioverfügbarkeit des Flavonoids ist gering. Speziell aufbereitete Formen können deutlich höhere Blutspiegel erreichen als die unformulierte Ausgangssubstanz, sodass eine geringere Milligrammzahl bereits einer höheren tatsächlichen Aufnahme entsprechen kann.
Gibt es Nebenwirkungen?
In den in Studien verwendeten Mengen wird der Stoff überwiegend gut vertragen. Gelegentlich werden Kopfschmerzen oder leichte Magen-Darm-Beschwerden berichtet, meist nahe am Placebo-Niveau.
Ist Quercetin bei Nierenerkrankungen unbedenklich?
Eine onkologische Studie mit sehr hohen intravenösen Dosen zeigte Effekte auf die Nieren; bei oraler Kurzzeiteinnahme in üblichen Mengen wurde das bei gesunden Personen bislang nicht beobachtet. Bei bestehenden Nierenerkrankungen sollte die Einnahme vorab ärztlich abgeklärt werden.
Quellen
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.
