Pflanzenextrakt

Safranextrakt

Safranextrakt: Pflanze, Rohstoff und Extraktdarstellung im Inhaltsstoffe-Lexikon

Was ist Safranextrakt?

Safran (Crocus sativus) ist ein Gewürz aus den getrockneten Narben der Safran-Krokusblüte, bekannt für Inhaltsstoffe wie Crocin, Crocetin und Safranal. Da jede Blüte nur drei Narbenfäden liefert und diese von Hand geerntet werden müssen, gilt Safran als das teuerste Gewürz der Welt nach Gewicht. Für Nahrungsergänzungsmittel wird meist ein standardisierter Extrakt mit definiertem Gehalt an den genannten Wirkstoffen verwendet, statt der ganzen Fäden.

Was die Forschung zeigt

Eine Metaanalyse randomisiert-kontrollierter Studien zu Safran und depressiver Verstimmung beschreibt bei einer Dosierung von 30 mg täglich über 6 Wochen vergleichbare Verbesserungen wie unter einem niedrig dosierten Antidepressivum. Eine weitere systematische Übersichtsarbeit mit Metaanalyse untersuchte Safran bei erektiler Dysfunktion und fand einen positiven Effekt auf die untersuchten Parameter. Die Autor:innen beider Arbeiten weisen auf kleine Stichproben und kurze Studiendauern hin. Eine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe existiert in der EU nicht.

Die oben zusammengefassten Studien sind allgemeine wissenschaftliche Literatur zu diesem Inhaltsstoff, keine zugelassene gesundheitsbezogene Angabe nach EU-Recht und kein Wirkversprechen für ein bestimmtes Produkt.

Safranextrakt: Dosierung und Einnahme

In hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln liegt die übliche Tagesdosis meist zwischen 20 und 30 mg Extrakt; in den zitierten Studien zu Stimmung wurden über 6 bis 8 Wochen 30 mg täglich eingesetzt. Zum Vergleich: Toxische Symptome bei getrocknetem Safran als Gewürz treten erst ab mehreren Gramm pro Tag auf, also einer Menge, die weit über den in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Extraktdosen liegt. Maßgeblich ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Vorsicht und Wechselwirkungen

In den in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Mengen gilt der Extrakt als gut verträglich; bei höheren Dosen wurden gelegentlich Übelkeit oder Erbrechen berichtet. In der Schwangerschaft wird von hoch dosierten Präparaten abgeraten, da große Mengen die Gebärmutter stimulieren und das Risiko für Kontraktionen erhöhen können, während die in der Küche üblichen Gewürzmengen als unproblematisch gelten. Deutlich höhere Mengen als die empfohlene Tagesdosis sollten in jedem Fall vermieden werden.

Häufige Fragen zu Safranextrakt

Wie viel Safranextrakt sollte ich täglich einnehmen?

In hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln liegt die übliche Tagesdosis meist zwischen 20 und 30 mg Extrakt. In den zitierten Studien zu Stimmung wurden über 6 bis 8 Wochen 30 mg täglich eingesetzt. Maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Ist die Einnahme in der Schwangerschaft unbedenklich?

Von hoch dosierten Präparaten wird in der Schwangerschaft abgeraten, da große Mengen die Gebärmutter stimulieren und das Risiko für Kontraktionen erhöhen können. Die in der Küche üblichen Gewürzmengen gelten dagegen als unproblematisch.

Kann man Safran überdosieren?

Toxische Symptome bei getrocknetem Safran als Gewürz treten erst ab mehreren Gramm pro Tag auf, weit über den in Nahrungsergänzungsmitteln üblichen Extraktdosen von 20 bis 30 mg. Bei höheren Dosen können dennoch gelegentlich Übelkeit oder Erbrechen auftreten.

Wirkt es wirklich gegen depressive Verstimmung?

Eine Metaanalyse randomisiert-kontrollierter Studien fand bei 30 mg täglich über 6 Wochen vergleichbare Verbesserungen wie unter einem niedrig dosierten Antidepressivum. Die Studienautor:innen weisen aber auf kleine Stichproben und kurze Studiendauern hin, und eine von der EFSA zugelassene Angabe existiert dafür nicht.

Quellen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.