Spurenelement · zugelassene EU-Angabe

Selen

Selen: natürliche Quellen und redaktionelle Nährstoffdarstellung

Was ist Selen?

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper über die Nahrung aufnehmen muss. Es ist Bestandteil selenhaltiger Proteine (Selenoproteine), darunter Enzyme mit antioxidativer Funktion und Enzyme, die an der Schilddrüsenhormon-Umwandlung beteiligt sind. Gute natürliche Quellen sind unter anderem Paranüsse, Fisch, Eier, Fleisch und Vollkornprodukte, wobei der Gehalt in Pflanzen stark vom jeweiligen Boden abhängt.

Zugelassene EU-Angabe

Selen trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zu einer normalen Schilddrüsenfunktion, zu einer normalen Spermabildung und zum Schutz der Zellen vor oxidativem Stress bei. Diese Aussagen sind in der EU zugelassen, siehe Verordnung (EU) Nr. 432/2012.

Was die Forschung zeigt

Dieses Spurenelement gehört zu den wenigen mit mehreren offiziell zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben in der EU. Die Zulassungen basieren auf der Bewertung der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) zum Beitrag zu Immunsystem, Schilddrüsenfunktion, Spermabildung und zellulärem Schutz vor oxidativem Stress.

Da der Gehalt in den Böden weiter Teile Europas als eher niedrig gilt, ist eine grenzwertige Unterversorgung in der Bevölkerung kein seltenes Thema in der Ernährungsforschung; eine gezielte Nahrungsergänzung wird in der Fachliteratur vor allem bei nachgewiesenem Mangel diskutiert, nicht pauschal für alle Personen.

Selen: Dosierung und Einnahme

Der EU-weite Nährstoffbezugswert (NRV) liegt bei 55 µg pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt 60 µg pro Tag für Frauen und 70 µg pro Tag für Männer ab 15 Jahren. Nahrungsergänzungsmittel enthalten meist 50 bis 200 µg pro Tagesdosis.

Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) stuft eine tägliche Gesamtzufuhr von bis zu 255 bis 300 µg für Erwachsene als unbedenklich ein. Maßgeblich für die eigene Einnahme ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Produktverpackung.

Vorsicht und Wechselwirkungen

Eine dauerhaft zu hohe Zufuhr kann zu einer Selenose führen, mit Symptomen wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Übelkeit, Haarausfall, brüchigen Nägeln und einem knoblauchartigen Geruch der Atemluft. Bei bestehenden Schilddrüsenerkrankungen oder Unsicherheit über die eigene Versorgung sollte die Einnahme entsprechender Präparate vorab ärztlich abgeklärt werden, idealerweise mit einer Blutuntersuchung.

Häufige Fragen zu Selen

Wie viel sollte ich täglich einnehmen?

Der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) liegt bei 55 µg pro Tag. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt 60 µg für Frauen und 70 µg für Männer ab 15 Jahren. Nahrungsergänzungsmittel sind meist auf 50 bis 200 µg pro Tagesdosis ausgelegt.

Was sind Anzeichen für einen Mangel?

Ein niedriger Spiegel kann sich unter anderem in Funktionsstörungen des Immunsystems, eingeschränkter Muskelfunktion, Veränderungen der Schilddrüsenhormonproduktion und bei Männern in eingeschränkter Fertilität zeigen. Ein tatsächlicher Mangel lässt sich zuverlässig nur über eine Blutuntersuchung feststellen.

Kann man das überdosieren? Was ist eine Selenose?

Ja. Die EFSA sieht eine tägliche Gesamtzufuhr von bis zu 255 bis 300 µg für Erwachsene als unbedenklich an; deutlich und dauerhaft höhere Mengen können zu diesem Krankheitsbild führen, mit Symptomen wie Müdigkeit, Gelenkschmerzen, Haarausfall und knoblauchartigem Atemgeruch.

In welchen Lebensmitteln steckt besonders viel davon?

Zu den ergiebigsten Quellen zählen Paranüsse, Fisch und Meeresfrüchte, Eier, Fleisch, Innereien und Vollkornprodukte. Bei pflanzlichen Lebensmitteln hängt der Gehalt stark von den Anbauböden ab, weshalb er stärker schwankt als bei tierischen Quellen.

Quellen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.