Vitamin · zugelassene EU-Angabe

Vitamin D

Vitamin D: natürliche Quellen und redaktionelle Nährstoffdarstellung

Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das der Körper unter Sonneneinstrahlung selbst in der Haut bilden kann, weshalb es umgangssprachlich auch als Sonnenvitamin bezeichnet wird. In Nahrungsergänzungsmitteln kommt meist Cholecalciferol zum Einsatz, die auch als D3 bekannte Form, die üblicherweise aus Lanolin (Wollwachs von Schafen) oder, für vegane Präparate, aus Flechten gewonnen wird. Über natürliche Nahrungsquellen wie fettreichen Fisch oder Eigelb wird meist nur ein kleiner Teil des Bedarfs gedeckt.

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin D trägt zu einer normalen Funktion des Immunsystems, zur Erhaltung normaler Knochen, zur Erhaltung normaler Zähne und zur Erhaltung normaler Muskelfunktion bei. Es spielt außerdem eine Rolle bei der Zellteilung und trägt zu einer normalen Aufnahme beziehungsweise Verwertung von Calcium und Phosphor sowie zu einem normalen Calciumspiegel im Blut bei. Diese Aussagen sind in der EU zugelassen, siehe Verordnung (EU) Nr. 432/2012.

Was die Forschung zeigt

Die EFSA hat auf Basis umfangreicher wissenschaftlicher Daten Referenzwerte für die Zufuhr festgelegt und mehrere gesundheitsbezogene Angaben offiziell bestätigt, insbesondere zur Rolle des Vitamins für Immunsystem, Knochen und Muskelfunktion. Gerade in nördlichen Breitengraden wie Deutschland, wo die körpereigene Bildung durch Sonnenlicht in den Herbst- und Wintermonaten stark eingeschränkt ist, gilt eine unzureichende Versorgung in der Bevölkerung als vergleichsweise häufig.

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt bei fehlender körpereigener Bildung eine tägliche Zufuhr von 20 Mikrogramm. Studien zu höher dosierten Präparaten untersuchen unter anderem einen möglichen Zusammenhang mit Sturzrisiko und Muskelkraft bei älteren Erwachsenen, wobei die Ergebnisse je nach Ausgangswert und Studienpopulation unterschiedlich ausfallen.

Vitamin D: Dosierung und Einnahme

Der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) liegt bei 5 Mikrogramm (200 I.E.) pro Tag. Die DGE empfiehlt bei fehlender körpereigener Bildung 20 Mikrogramm (800 I.E.) täglich. Das deutsche BfR rät, die Zufuhr aus Nahrungsergänzungsmitteln nicht über 20 Mikrogramm pro Tag hinaus zu steigern, während die EFSA für Erwachsene eine als unbedenklich geltende Gesamtzufuhr von bis zu 100 Mikrogramm (4.000 I.E.) pro Tag aus allen Quellen ableitet. Maßgeblich ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Vorsicht und Wechselwirkungen

Eine Überdosierung durch Nahrungsergänzungsmittel ist bei sachgemäßer Einnahme unwahrscheinlich, da hierfür über sehr lange Zeit deutlich höhere Mengen als die empfohlenen Tageszufuhren nötig wären, kann bei stark überhöhter, dauerhafter Einnahme aber zu einem erhöhten Calciumspiegel im Blut führen. Personen mit Nierenerkrankungen, Sarkoidose oder anderen Erkrankungen, die den Calciumstoffwechsel beeinflussen, sollten eine Supplementierung vorher ärztlich abklären. Bei gleichzeitiger Einnahme von Calcium-Präparaten oder bestimmten Diuretika ist ebenfalls Vorsicht geboten.

Häufige Fragen zu Vitamin D

Wie viel davon sollte ich täglich einnehmen?

Der EU-Nährstoffbezugswert liegt bei 5 Mikrogramm pro Tag, die DGE empfiehlt bei fehlender körpereigener Bildung 20 Mikrogramm täglich. Maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.

Wofür gibt es zugelassene EU-Angaben?

Unter anderem für das Immunsystem, die Erhaltung normaler Knochen, Zähne und Muskelfunktion sowie für die Zellteilung und die normale Aufnahme von Calcium und Phosphor. Diese Angaben sind von der EFSA geprüft und in der EU offiziell zugelassen.

Kann eine Überdosierung schaden?

Bei sachgemäßer Einnahme laut Verpackung ist eine Überdosierung sehr unwahrscheinlich. Die EFSA leitet für Erwachsene eine unbedenkliche Gesamtzufuhr von bis zu 100 Mikrogramm pro Tag aus allen Quellen ab, dauerhaft deutlich höhere Mengen können den Calciumspiegel im Blut erhöhen.

Warum wird es auch Sonnenvitamin genannt?

Weil der Körper es unter Sonneneinstrahlung selbst in der Haut bilden kann. In nördlichen Breitengraden wie Deutschland ist diese körpereigene Bildung besonders in den Herbst- und Wintermonaten stark eingeschränkt, weshalb eine zusätzliche Zufuhr über Nahrung oder Präparate häufig sinnvoll ist.

Quellen

Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.