Vitamin · zugelassene EU-Angabe
Vitamin K2
Was ist Vitamin K2?
Vitamin K2 gehört zur Gruppe der Menachinone, einer von mehreren natürlich vorkommenden Formen von Vitamin K. Während Vitamin K1 vor allem in grünem Blattgemüse vorkommt, findet sich diese Form in fermentierten Lebensmitteln wie Käse oder dem japanischen Natto sowie in geringeren Mengen in tierischen Produkten wie Eigelb und Leber. Natto gilt dabei als besonders reichhaltige Quelle, wird in der westlichen Küche aber selten regelmäßig verzehrt, weshalb Nahrungsergänzungsmittel eine praktische Alternative darstellen. Dort wird meist die Form MK-7 eingesetzt, die im Körper eine längere Halbwertszeit als andere Menachinon-Varianten aufweist und dadurch gleichmäßiger wirken soll.
Zugelassene EU-Angabe
Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung sowie zur Erhaltung normaler Knochen bei. Diese Aussagen sind in der EU zugelassen, siehe Verordnung (EU) Nr. 432/2012. Die Zulassung bezieht sich auf Vitamin K allgemein, umfasst also sowohl Vitamin K1 als auch die K2-Formen.
Was die Forschung zeigt
Vitamin K2 ist an der Aktivierung bestimmter Proteine beteiligt, die Calcium im Körper binden, darunter Osteocalcin in den Knochen und Matrix-Gla-Protein in den Gefäßwänden. Dieser Mechanismus wird oft als Grund genannt, warum das Vitamin in Kombinationspräparaten gemeinsam mit Calcium und Vitamin D3 eingesetzt wird, die zugelassene EU-Angabe zur Knochengesundheit bezieht sich dabei auf Vitamin K allgemein, nicht speziell auf die K2-Form.
Für spezifische zusätzliche Wirkungen der K2-Form, etwa auf die Gefäßgesundheit, existiert Forschung zu einer möglichen Rolle bei der Vorbeugung von Gefäßverkalkung, jedoch keine eigenständige, von der EFSA zugelassene gesundheitsbezogene Angabe über die allgemeine Vitamin-K-Aussage hinaus. Fachleute diskutieren daher weiterhin, ob und in welchem Ausmaß sich die Beobachtungen aus Zellstudien auf den Menschen übertragen lassen.
Vitamin K2: Dosierung und Einnahme
Der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) für Vitamin K liegt bei 75 Mikrogramm pro Tag. Handelsübliche K2-Präparate enthalten meist 50 bis 200 Mikrogramm pro Portion, häufig in Form von MK-7. Eine allgemeingültige Höchstmenge wurde für Vitamin K1 und K2 bislang nicht abgeleitet. Maßgeblich ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Vorsicht und Wechselwirkungen
Personen, die gerinnungshemmende Medikamente wie Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar, Warfarin) einnehmen, sollten eine zusätzliche Zufuhr grundsätzlich nur nach Rücksprache mit dem behandelnden Arzt vornehmen, da Vitamin K die Wirkung dieser Medikamente direkt beeinflussen kann, in der Regel indem es ihr abschwächt. Für Schwangere und Stillende liegen für hochdosierte K2-Präparate keine ausreichenden Sicherheitsdaten vor, weshalb hier besondere Zurückhaltung empfohlen wird. Bei geplanten Operationen sollte der behandelnde Arzt ebenfalls über eine regelmäßige Einnahme informiert werden.
Verwendet in diesen Produkten
Häufige Fragen zu Vitamin K2
Wie viel davon ist üblich?
Der EU-Nährstoffbezugswert für Vitamin K liegt bei 75 Mikrogramm pro Tag. Handelsübliche K2-Präparate enthalten meist 50 bis 200 Mikrogramm pro Portion, häufig als Kapsel oder Tropfen. Maßgeblich ist die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Verpackung.
Wofür gibt es eine zugelassene EU-Angabe?
Vitamin K trägt zu einer normalen Blutgerinnung sowie zur Erhaltung normaler Knochen bei. Diese Zulassung bezieht sich auf Vitamin K allgemein, nicht speziell auf die K2-Form.
Warum wird gerade die Form MK-7 verwendet?
MK-7 weist im Körper eine längere Halbwertszeit auf als andere Menachinon-Varianten, weshalb diese Form in Nahrungsergänzungsmitteln häufig bevorzugt wird.
Gibt es Wechselwirkungen mit Medikamenten?
Ja, bei gerinnungshemmenden Medikamenten wie Vitamin-K-Antagonisten kann Vitamin K die Wirkung direkt beeinflussen. Die Kombination sollte grundsätzlich nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
Quellen
- Aktualisierte Höchstmengenvorschläge für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln (Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR))
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.
