Mineralstoff · zugelassene EU-Angabe
Zink
Was ist Zink?
Zink ist ein essenzielles Mineral, das an mehreren hundert enzymatischen Prozessen im Körper beteiligt ist, unter anderem am Hormonstoffwechsel, der Zellteilung und der Wundheilung. Häufig eingesetzte Formen in Nahrungsergänzungsmitteln sind Zinkoxid, Zinkgluconat und Zinkpicolinat, die sich in ihrer Bioverfügbarkeit leicht unterscheiden. Der Körper kann dieses Spurenelement nicht speichern, weshalb eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung notwendig ist.
Zugelassene EU-Angabe
Zink trägt zur Aufrechterhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut sowie zur Erhaltung normaler Sehkraft bei, neben weiteren zugelassenen Angaben etwa zum Immunsystem und zum Zellschutz vor oxidativem Stress. Diese Aussagen sind in der EU zugelassen, siehe Verordnung (EU) Nr. 432/2012.
Was die Forschung zeigt
Neben der zugelassenen Testosteron-Aussage steht auf der EU-Liste zugelassener Angaben auch ein Beitrag zu normaler Immunfunktion, normalem Stoffwechsel der Makronährstoffe, normaler kognitiver Funktion und zur Erhaltung normaler Haut, Haare und Nägel.
Ein leichter bis moderater Mangel ist in westlichen Ländern seltener als in Entwicklungsländern, betrifft aber laut Fachliteratur bestimmte Gruppen häufiger - etwa Veganer:innen, ältere Menschen und Personen mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, da pflanzliche Phytate die Aufnahme aus der Nahrung erschweren können.
Zink: Dosierung und Einnahme
Der EU-weite Nährstoffbezugswert (NRV) liegt bei 10 mg pro Tag. Der tatsächliche Bedarf hängt vom Geschlecht ab: Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung nennt je nach Phytatzufuhr der übrigen Ernährung eine Spanne von etwa 7 bis 16 mg pro Tag für Erwachsene. Nahrungsergänzungsmittel sind meist auf 10 bis 25 mg pro Tagesdosis ausgelegt.
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) nennt eine sichere Gesamtzufuhr von bis zu 25 mg pro Tag für Erwachsene aus allen Quellen zusammen (Nahrung und Nahrungsergänzung). Maßgeblich für die eigene Einnahme ist immer die Dosierungsangabe auf der jeweiligen Produktverpackung.
Vorsicht und Wechselwirkungen
Sehr hohe, dauerhafte Dosen können die Kupferaufnahme im Darm beeinträchtigen und so einen sekundären Kupfermangel auslösen, mit möglichen Folgen wie Blutarmut oder erhöhter Infektanfälligkeit. Akute Einzeldosen von 225 mg oder mehr können zu Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen führen. Die empfohlene Tagesdosis auf dem Etikett des jeweiligen Produkts sollte nicht dauerhaft überschritten werden.
Verwendet in diesen Produkten
Häufige Fragen zu Zink
Wie viel sollte ich täglich einnehmen?
Der EU-Nährstoffbezugswert (NRV) liegt bei 10 mg pro Tag. Je nach Ernährungsweise nennt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung eine Spanne von etwa 7 bis 16 mg für Erwachsene. Nahrungsergänzungsmittel sind meist auf 10 bis 25 mg pro Tagesdosis ausgelegt.
Kann man das überdosieren?
Ja. Die EFSA nennt eine sichere Gesamtzufuhr von bis zu 25 mg pro Tag aus allen Quellen. Akute Einzeldosen ab etwa 225 mg können zu Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen führen; dauerhaft hohe Dosen können einen Kupfermangel begünstigen.
Was hat dieses Mineral mit dem Testosteronspiegel zu tun?
Ein Beitrag zur Aufrechterhaltung eines normalen Testosteronspiegels im Blut ist eine von der EFSA geprüfte und in der EU zugelassene Angabe. Sie gilt für einen ausreichend versorgten Normalzustand, nicht als Versprechen einer Steigerung über den Normalwert hinaus.
Warum wird oft empfohlen, es nicht ohne Kupfer einzunehmen?
Zink und Kupfer konkurrieren im Darm um dieselben Transportwege. Bei dauerhaft hoher Zinkzufuhr kann die Kupferaufnahme sinken, selbst wenn die Ernährung eigentlich ausreichend Kupfer liefert. Manche Kombinationspräparate enthalten deshalb bewusst beide Mineralstoffe in einem abgestimmten Verhältnis.
Quellen
- Verordnung (EU) Nr. 432/2012 zur Festlegung einer Liste zulässiger gesundheitsbezogener Angaben (Amt für Veröffentlichungen der Europäischen Union)
- Höchstmengenvorschläge für Zink in Lebensmitteln, inklusive Nahrungsergänzungsmitteln (Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR))
- Zinküberdosierung - was tun? (Zinkorot / Vitalstoff-Lexikon)
Diese Seite dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische Beratung. Bei bestehenden Erkrankungen oder Medikamenteneinnahme vor der Anwendung ärztlichen Rat einholen.
