Inhaltsstoffe-Lexikon

Inhaltsstoffe im Überblick: Alle Wirkstoffe unserer Produkte auf einen Blick

Diese Seite fasst alle 86 Inhaltsstoffe zusammen, die in den Produkten von KaufKatalog24 verwendet werden - von Spurenelementen mit einer in der EU zugelassenen gesundheitsbezogenen Angabe bis zu Pflanzenextrakten ohne offiziellen Claim. Grundlage für die zugelassenen Angaben ist die Verordnung (EU) Nr. 432/2012; unabhängige Hintergrundinformationen zu Nährstoffen bietet außerdem das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR). Wer mehr Details, Dosierungsangaben, Quellen und häufige Fragen zu einem einzelnen Stoff sucht, findet über "Ausführlich lesen" die jeweilige Detailseite.

Pflanzenextrakt

Artischockenblatt-Extrakt (Cynara scolymus)

Artischockenblätter (Cynara scolymus, botanisch auch als Cynara cardunculus geführt) enthalten Bitterstoffe, Caffeoylchinasäuren wie Chlorogensäure sowie Flavonoide. Die EMA/HMPC hat für Artischockenblätter eine Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel veröffentlicht, basierend auf langjähriger Erfahrung bei Verdauungsbeschwerden. In Nahrungsergänzungsmitteln wird der Extrakt meist wegen seiner traditionellen Verwendung bei einem Völlegefühl nach dem Essen eingesetzt.

Botanisch handelt es sich um dieselbe Pflanzenart wie die als Gemüse bekannte Artischocke, verwendet werden jedoch gezielt die Blätter, nicht der essbare Blütenboden. Die Pflanze wird bereits seit der Antike im Mittelmeerraum sowohl kulinarisch als auch heilkundlich genutzt, wobei die verdauungsfördernde Wirkung schon in historischen Kräuterbüchern beschrieben wurde, lange bevor die enthaltenen Bitterstoffe und Säuren wissenschaftlich analysiert werden konnten.

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Astragalus-Extrakt (Astragalus membranaceus)

Astragalus membranaceus ist eine Wurzel, die in der traditionellen chinesischen Medizin seit Jahrhunderten zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt wird. Der Pflanze werden immunmodulierende Eigenschaften zugeschrieben, das heißt, sie soll ein schwaches Immunsystem anregen, ohne überschießende Immunreaktionen zu verstärken.

Botanisch handelt es sich um eine Schmetterlingsblütlerart, deren Wurzel in der traditionellen chinesischen Medizin meist getrocknet und in Scheiben geschnitten verwendet wird, etwa als Zutat in Suppen oder als Kräutertee-Aufguss. In westlichen Ländern ist sie vor allem als Bestandteil von Nahrungsergänzungsmitteln zur Unterstützung des Immunsystems bekannt geworden, oft kombiniert mit anderen adaptogenen Pflanzen.

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Augentrost

Augentrost (Euphrasia officinalis) ist eine Heilpflanze, die traditionell in Form von wässrigen Aufgüssen oder Augenbädern äußerlich bei leichten Augenreizungen verwendet wird. Der Name leitet sich von genau dieser traditionellen Verwendung ab. In modernen Nahrungsergänzungsmitteln wird das Kraut dagegen meist als Extrakt in Kapselform eingesetzt, eine innerliche Einnahme, die sich von der traditionellen äußerlichen Anwendung am Auge deutlich unterscheidet.

Botanisch gehört die kleine, unscheinbare Wiesenpflanze zur Familie der Sommerwurzgewächse und ist ein sogenannter Halbschmarotzer, der einen Teil seiner Nährstoffe über die Wurzeln benachbarter Gräser bezieht. Ihr deutscher Name ist seit dem Mittelalter überliefert, als Kräuterkundige der Pflanze aufgrund ihrer schwarz gepunkteten, an gerötete Augen erinnernden Blüten eine Wirkung am Auge zuschrieben, eine damals übliche Zuordnung nach äußerer Ähnlichkeit (Signaturenlehre), die nach heutigem wissenschaftlichem Verständnis kein Wirknachweis ist.

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Banaba-Blatt

Banaba-Blatt (Lagerstroemia speciosa) ist eine in der philippinischen Volksmedizin seit den 1940er-Jahren bei Diabetes genutzte Pflanze. Der Hauptwirkstoff ist Corosolsäure, eine Triterpensäure, die auch als "pflanzliches Insulin" bezeichnet wird, auch wenn dieser Beiname keine chemische Verwandtschaft mit dem Hormon Insulin beschreibt, sondern sich nur auf die blutzuckerbezogene Wirkung bezieht.

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Bittermelonen-Extrakt

Die Bittermelone (Momordica charantia), auch Bittergurke genannt, ist eine in der asiatischen Küche und Naturheilkunde traditionell genutzte Kürbisgewächs-Frucht. Äußerlich erinnert sie an eine längliche, warzig-höckrige Gurke und wird in Ländern wie Indien, China und den Philippinen sowohl unreif als Gemüse gegessen als auch, meist in reiferem Zustand, zu Extrakten und Saft verarbeitet. Sie enthält unter anderem die Substanzen Charantin und insulinähnliche Polypeptide, denen die blutzuckerbezogene Wirkung zugeschrieben wird, sowie verschiedene Pflanzenstoffe wie Momordicin, die für den namensgebenden bitteren Geschmack verantwortlich sind.

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Bitterorange

Bitterorange (Citrus aurantium) liefert das Protoalkaloid p-Synephrin und wird seit rund 20 Jahren in Nahrungsergänzungsmitteln für Gewichtsmanagement und Sport eingesetzt. Popularität gewann der Extrakt vor allem als Ersatzstoff, nachdem Ephedra-Präparate wegen kardiovaskulärer Risiken in mehreren Ländern verboten oder stark eingeschränkt wurden; Synephrin gilt strukturell als mit Ephedrin verwandt, wenn auch mit schwächerer Wirkung. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die unreife Frucht schon seit Langem als Verdauungsmittel eingesetzt. Neben Synephrin enthält die Bitterorange auch Flavonoide wie Naringin, die dem typisch bitteren Geschmack der Frucht ihren Namen geben.

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Brennnessel (Urtica dioica)

Die Brennnessel (Urtica dioica) ist eine weitverbreitete Wildpflanze, deren Blätter und Wurzeln zu Tees, Extrakten und Kapseln verarbeitet werden. Die EMA erkennt Brennnesselblätter als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Durchspülung der Harnwege und unterstützend bei rheumatischen Beschwerden an, eine Anwendung, die nichts mit Atemwegen oder Nase zu tun hat.

Ihren Namen verdankt die Pflanze den feinen Brennhaaren auf Blättern und Stängeln, die bei Berührung Histamin und andere Reizstoffe absondern und den charakteristischen Hautausschlag verursachen. Beim Trocknen oder Erhitzen, etwa beim Kochen oder bei der Extraktherstellung, verlieren diese Haare ihre reizende Wirkung vollständig, weshalb getrocknete oder verarbeitete Brennnessel unbedenklich gegessen oder als Extrakt eingenommen werden kann.

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Coleus-forskohlii-Extrakt

Coleus forskohlii (Indischer Buntnessel) ist eine in Südasien traditionell genutzte Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler, deren Wurzel den Wirkstoff Forskolin liefert. In der ayurvedischen Tradition wurde die Pflanze über Jahrhunderte bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, Atemwegsproblemen und Hautleiden eingesetzt, lange bevor Forskolin in den 1970er-Jahren als eigenständige Verbindung isoliert und wissenschaftlich näher untersucht wurde. Handelsübliche Extrakte werden meist auf einen Forskolin-Gehalt von 10 bis 20 Prozent standardisiert, damit die Menge des Wirkstoffs von Charge zu Charge vergleichbar bleibt.

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Damiana-Blatt-Extrakt

Damiana (Turnera diffusa) ist ein in Mittelamerika beheimateter Strauch, dessen Blätter traditionell als Aphrodisiakum und Stimmungsaufheller genutzt werden. Enthaltene Wirkstoffe sind unter anderem Flavonoide wie Pinocembrin und Acacetin sowie ätherische Öle. Die Pflanze wurde bereits von der indigenen Bevölkerung Mexikos und Mittelamerikas genutzt, bevor sie im 19. Jahrhundert auch in Europa und Nordamerika als pflanzliches Stärkungsmittel bekannt wurde. Botanisch gehört Damiana zur Familie der Passionsblumengewächse und wird gelegentlich mit der eigentlichen Passionsblume verwechselt, obwohl beide Pflanzen unterschiedliche Wirkstoffprofile aufweisen.

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Eleuthero (Sibirischer Ginseng)

Eleuthero (Eleutherococcus senticosus), auch als Sibirischer Ginseng oder Taigawurzel bekannt, ist ein Strauchgewächs aus derselben Pflanzenfamilie wie der Koreanische Ginseng, botanisch aber eine eigenständige Gattung mit anderen Wirkstoffen (Eleutherosiden statt Ginsenosiden). Verwendet wird die Wurzel, traditionell in der sibirischen und russischen Volksmedizin sowie in der sowjetischen Adaptogen-Forschung der Nachkriegszeit, bei der Pflanzenstoffe untersucht wurden, die dem Körper helfen sollen, sich an körperliche und geistige Belastung anzupassen.

Geprägt wurde der Begriff „Adaptogen” maßgeblich vom sowjetischen Pharmakologen Nikolai Lasarew, später systematisch erforscht von seinem Schüler Israel Brekhman. Nach dessen klassischer Definition muss ein Adaptogen die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegenüber vielfältigen Belastungen erhöhen, ohne die normale Körperfunktion zu stören und ohne selbst nennenswerte Nebenwirkungen zu verursachen. Eleuthero gilt als eine der am gründlichsten untersuchten Pflanzen dieser Kategorie, mit einer jahrzehntelangen Forschungsgeschichte, die deutlich vor der heutigen EU-Zulassungspraxis für Health-Claims begann.

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Garcinia-Cambogia-Extrakt

Garcinia Cambogia ist eine in Südostasien beheimatete Frucht aus der Familie der Klusiengewächse, deren kürbisähnliche, gerippte Schale reich an Hydroxyzitronensäure (HCA) ist. In der traditionellen Küche Südindiens und Südostasiens wird die getrocknete Fruchtschale schon lange als saurer Aromageber in Currys und Fischgerichten verwendet, ähnlich wie Tamarinde. HCA gilt als der zentrale Wirkstoff, dem appetitzügelnde und stoffwechselbezogene Effekte zugeschrieben werden, weshalb Extrakte meist auf einen bestimmten HCA-Gehalt (häufig 50 bis 60 Prozent) standardisiert werden.

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Ginkgo Biloba

Ginkgo Biloba ist eines der ältesten noch existierenden Baumarten der Welt, dessen Blätter seit Jahrzehnten zu standardisierten Extrakten verarbeitet werden. In der EU ist ein Ginkgo-Blätter-Extrakt von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten altersbedingten Gedächtnisproblemen registriert, eine Anwendung im Zusammenhang mit der Durchblutung, nicht speziell mit den Augen.

Der Baum gilt botanisch als lebendes Fossil, weil vergleichbare Arten bereits vor über 200 Millionen Jahren existierten und die heutige Ginkgo biloba als einzige überlebende Art ihrer Klasse eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge, Krankheiten und Umweltbelastungen zeigt. Für standardisierte Extrakte werden meist die charakteristischen fächerförmigen Blätter im Spätsommer geerntet und auf einen festgelegten Gehalt an Flavonglykosiden und Terpenlactonen eingestellt.

Der Baum wird in China traditionell seit Jahrhunderten in der Nähe von Tempeln kultiviert und gilt dort auch als Symbol für Langlebigkeit, botanisch bemerkenswert ist zudem, dass männliche und weibliche Exemplare getrennte Bäume sind, wobei in Städten meist ausschließlich männliche Bäume gepflanzt werden, weil die Früchte der weiblichen Bäume beim Verrotten unangenehm riechen.

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Goji-Beeren-Extrakt

Goji-Beeren (Lycium barbarum), auf Deutsch auch Gemeiner Bocksdorn genannt, sind die kleinen, orangerot leuchtenden Früchte eines in Asien beheimateten Nachtschattengewächses. In der traditionellen chinesischen Medizin gelten die getrockneten Beeren seit Jahrhunderten als geschätzte Zutat, die dort meist in Suppen, Tees oder als Snack verzehrt wird. Der Strauch wächst auch in wärmeren Regionen Europas und wird gelegentlich als Zierpflanze im eigenen Garten kultiviert. Extrakte konzentrieren dabei vor allem die namensgebenden Lycium-barbarum-Polysaccharide (LBP) sowie Carotinoide wie Zeaxanthin, denen die im Westen bekannten Eigenschaften zugeschrieben werden.

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Guarana-Extrakt

Guarana (Paullinia cupana) ist eine aus dem Amazonasgebiet stammende Kletterpflanze, deren Samen von Natur aus einen hohen Koffeingehalt aufweisen, etwa drei- bis viermal so hoch wie Kaffeebohnen. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist ein aus den Samen gewonnenes Pulver oder ein konzentrierter Extrakt eingesetzt. Traditionell nutzten indigene Völker Amazoniens die gerösteten und zu Riegeln gepressten Samen als Grundlage für ein anregendes Getränk, ähnlich wie Kaffee oder Tee in anderen Kulturen.

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Gymnema Sylvestre

Gymnema Sylvestre ist eine Kletterpflanze aus der ayurvedischen Medizin Indiens, wo sie unter dem Hindi-Namen „Gurmar” bekannt ist, wörtlich etwa „Zuckerzerstörer”. Die Blätter enthalten sogenannte Gymnemasäuren, eine Gruppe von Saponinen, denen in der traditionellen Anwendung nachgesagt wird, sowohl das Süßempfinden auf der Zunge vorübergehend zu dämpfen als auch den Zuckerstoffwechsel zu beeinflussen.

Besonders bekannt ist ein Effekt, der sich unmittelbar beobachten lässt: Wer frische Blätter kaut oder einen konzentrierten Extrakt auf der Zunge verteilt, kann für rund eine Stunde kaum noch süßen Geschmack wahrnehmen, während salzig, sauer und bitter normal empfunden werden. Grund dafür ist, dass die Gymnemasäuren die Geschmacksrezeptoren für Süße auf der Zunge vorübergehend blockieren, ein in mehreren sensorischen Studien dokumentierter Effekt.

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Heidelbeere-Extrakt

Der Heidelbeere-Extrakt (Bilberry, Vaccinium myrtillus) stammt von der Europäischen Heidelbeere, einer nahen Verwandten der bekannteren amerikanischen Blaubeere. Verwendet werden die Früchte, die reich an Anthocyanen sind, den dunkelblauen bis violetten Pflanzenfarbstoffen, denen antioxidative Eigenschaften zugeschrieben werden. Bekannt wurde die Pflanze durch die (nie eindeutig belegte) Anekdote, britische Kampfpiloten hätten im Zweiten Weltkrieg Heidelbeerkonfitüre gegessen, um ihre Nachtsicht zu verbessern.

Botanisch unterscheidet sich die Europäische Heidelbeere von der amerikanischen Blaubeere (Vaccinium corymbosum) unter anderem dadurch, dass ihr Fruchtfleisch durchgehend dunkel gefärbt ist, während die größere amerikanische Sorte meist ein helles Fruchtfleisch hat, ein Hinweis auf den höheren Anthocyangehalt der kleineren europäischen Wildfrucht.

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Ingwer

Ingwer (Zingiber officinale) ist ein traditionell genutztes Gewürz und Heilpflanze mit über 400 beschriebenen bioaktiven Substanzen, vor allem Gingerolen und Shogaolen. Die Wurzel wird sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin als auch im Ayurveda seit Jahrhunderten bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. In Nahrungsergänzungsmitteln kommt sie in unterschiedlichen Formen vor, von getrocknetem Pulver bis zu Extrakten mit standardisiertem Gingerolgehalt, was die Vergleichbarkeit einzelner Produkte erschwert.

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Kiefernrinden-Extrakt

Kiefernrinden-Extrakt aus der französischen Meereskiefer (Pinus pinaster) ist reich an Procyanidinen und phenolischen Säuren. Das bekannteste Handelspräparat ist Pycnogenol, eine patentierte Formulierung, die auf einen Gehalt von 65 bis 75 Gewichtsprozent Procyanidinen standardisiert ist. Die Entdeckung geht auf den französischen Wissenschaftler Jacques Masquelier zurück, der in den 1950er-Jahren die Berichte von Entdecker Jacques Cartier über eine Kiefernrinden-Zubereitung indigener Völker Nordamerikas gegen Skorbut zum Anlass nahm, die Rinde systematisch auf Wirkstoffe zu untersuchen. Procyanidine, die auch in Traubenkernen und Traubenschalen vorkommen, gehören zur selben Stoffgruppe wie die dort beschriebenen Polyphenole, unterscheiden sich aber im genauen Zusammensetzungsprofil.

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Koreanischer Ginseng

Koreanischer Ginseng (Panax ginseng) ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen der traditionellen asiatischen Medizin, vor allem im Zusammenhang mit Energie und Müdigkeit. Seine Wirkstoffe, sogenannte Ginsenoside, sind steroidähnliche Verbindungen, deren Gehalt je nach Extrakt und Wurzelqualität stark schwankt. Im Handel wird zwischen weißem Ginseng (die ungeschälte, getrocknete Wurzel) und rotem Ginseng (durch Dämpfen haltbar gemacht, mit verändertem Ginsenosidprofil) unterschieden; für Nahrungsergänzungsmittel werden meist standardisierte Extrakte mit definiertem Gehalt an bestimmten Ginsenosiden wie Rg1 und Rb1 verwendet.

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Königskerze (Mullein)

Die Königskerze (Verbascum thapsus, im Englischen "Mullein") ist eine hochwachsende Pflanze mit charakteristischen gelben Blüten, deren Blüten (Verbasci flos) traditionell zu Tees, Sirupen und Extrakten verarbeitet werden. Die Schleimstoffe der Blüten legen sich wie ein schützender Film über die Rachenschleimhaut, weshalb die Pflanze traditionell bei Husten und Halsreizung eingesetzt wird.

Die Pflanze kann über 2 Meter hoch werden und ist an ihrem dichten, silbrig-grauen Blätterschopf im ersten Jahr sowie dem hohen Blütenstand im zweiten Jahr gut erkennbar. Für die Verarbeitung werden traditionell nur die einzelnen, per Hand gepflückten Blüten verwendet, nicht die ganze Blütenähre, da nur die Blüten den charakteristischen hohen Schleimstoffgehalt besitzen.

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Löwenzahn-Extrakt (Taraxacum officinale)

Löwenzahn (Taraxacum officinale) wird in der traditionellen Phytotherapie sowohl als Wurzel- als auch als Blattextrakt eingesetzt und ist vor allem für seine harntreibende (diuretische) und leberunterstützende Verwendung bekannt. Der volkstümliche französische Name "pissenlit" (wörtlich "pinkel ins Bett") nimmt direkt Bezug auf diese harntreibende Eigenschaft. Botanisch enthält die ganze Pflanze einen bitteren Milchsaft mit Bitterstoffen, die traditionell auch mit einer anregenden Wirkung auf die Verdauung und den Gallefluss in Verbindung gebracht werden.

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Maca-Wurzel-Extrakt

Maca (Lepidium meyenii) ist eine in den peruanischen Anden angebaute Knolle, die traditionell als nährstoffreiches Lebensmittel und bei Energie- und Fruchtbarkeitsthemen genutzt wird. Im Handel sind vor allem drei Farbvarianten verbreitet: gelbe Maca (mild im Geschmack, reich an Vitamin C und B3), rote Maca (traditionell besonders bei Frauen genutzt) und schwarze Maca (mit dem höchsten Eisen- und Calciumgehalt der drei Sorten). Alle stammen von derselben Pflanze und unterscheiden sich vor allem in Zusammensetzung und traditioneller Verwendung.

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Mango-Seed-Extrakt

Mango-Seed-Extrakt (auch Afrikanische Mango genannt) wird aus den Samen von Irvingia gabonensis gewonnen, einem in West- und Zentralafrika heimischen Baum. Trotz des Namens ist die Pflanze nicht mit der bekannten Speisemango verwandt, sondern gehört zu einer eigenen Pflanzenfamilie, den Ölbaumgewächsen. In den Ursprungsregionen werden die fettreichen Samen traditionell zu einer Paste namens Dika-Brot verarbeitet und als Verdickungsmittel in der lokalen Küche eingesetzt, lange bevor der Extrakt in westlichen Nahrungsergänzungsmitteln als Schlankheitsmittel bekannt wurde.

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Mariendistel-Extrakt (Silybum marianum)

Die Pflanze (botanisch Silybum marianum) ist distelartig, deren Früchte den Wirkstoffkomplex Silymarin enthalten, eine Mischung aus mehreren Flavonolignanen, darunter vor allem Silybin. In der traditionellen Phytotherapie wird Mariendistelextrakt seit Langem zur Unterstützung der Leber eingesetzt und gilt als eine der am besten erforschten Heilpflanzen für diesen Bereich. In Kapselform ist Mariendistelextrakt meist auf einen bestimmten Silymarin-Gehalt standardisiert, was die Vergleichbarkeit zwischen verschiedenen Präparaten erleichtert.

Die Pflanze ist an ihren auffälligen weiß geäderten Blättern erkennbar, ein Merkmal, dem sie in der Volksmedizin ihren Namen verdankt: Der Legende nach soll die weiße Musterung von Milchtropfen der Jungfrau Maria stammen. Verwendet wird botanisch vor allem die Frucht (umgangssprachlich oft als "Samen" bezeichnet), aus der der Wirkstoffkomplex Silymarin gewonnen wird. Schon in der Antike wurde die Pflanze zur Unterstützung der Verdauung eingesetzt, bevor sie im 20. Jahrhundert gezielt auf ihre leberbezogenen Eigenschaften hin erforscht wurde.

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Nopal-Feigenkaktus-Pulver

Nopal bezeichnet die essbaren Triebe des Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica), einer in Mexiko traditionell als Gemüse und Heilpflanze genutzten Kakteenart. Das Pulver wird aus den getrockneten und gemahlenen Kaktus-Pads gewonnen und ist reich an Ballaststoffen, Schleimstoffen (Mucilage) sowie sekundären Pflanzenstoffen. Frisch wird die Pflanze in der mexikanischen Küche auch als Gemüse zubereitet, ähnlich wie grüne Bohnen; für Nahrungsergänzungsmittel wird sie meist zu einem feinen, lagerfähigen Pulver oder einem konzentrierten Extrakt in Kapselform weiterverarbeitet.

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Purpursonnenhut-Extrakt (Echinacea purpurea)

Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine in der Phytotherapie traditionell für das Immunsystem eingesetzte Pflanze. Verwendet werden vor allem Presssäfte und Extrakte aus dem oberirdischen, blühenden Kraut. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie von indigenen Völkern der Prärie seit Langem traditionell genutzt wurde. Neben Echinacea purpurea werden auch die verwandten Arten Echinacea pallida (Blasser Sonnenhut) und Echinacea angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut) in Präparaten verwendet, wobei sich die Zulassungslage und die untersuchten Zubereitungen je nach Art unterscheiden.

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Safranextrakt

Safran (Crocus sativus) ist ein Gewürz aus den getrockneten Narben der Safran-Krokusblüte, bekannt für Inhaltsstoffe wie Crocin, Crocetin und Safranal. Da jede Blüte nur drei Narbenfäden liefert und diese von Hand geerntet werden müssen, gilt Safran als das teuerste Gewürz der Welt nach Gewicht. Für Nahrungsergänzungsmittel wird meist ein standardisierter Extrakt mit definiertem Gehalt an den genannten Wirkstoffen verwendet, statt der ganzen Fäden.

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Steinklee-Extrakt (Melilotus officinalis)

Steinklee (Melilotus officinalis) ist eine Pflanze aus der Familie der Hülsenfrüchtler, deren Extrakt natürliches Cumarin enthält. In der Phytotherapie wird Steinklee traditionell zur Unterstützung des Lymphabflusses und bei venösen Beschwerden eingesetzt. Der deutsche Name geht auf den charakteristischen, an frisch gemähtes Heu erinnernden Duft der getrockneten Pflanze zurück, der durch das enthaltene Cumarin entsteht.

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Süßholzwurzel-Extrakt (Glycyrrhiza glabra)

Süßholzwurzel stammt von der Pflanze Glycyrrhiza glabra und ist die namensgebende Zutat von Lakritz. Die Hauptwirkstoffe Glycyrrhizin und Glycyrrhetinsäure hemmen ein Enzym namens 11β-Hydroxysteroid-Dehydrogenase, das am Abbau von Cortisol im Körper beteiligt ist. Die EMA/HMPC-Monographie stuft Süßholzwurzel als traditionelles pflanzliches Arzneimittel ein, vor allem bei Verdauungsbeschwerden, Sodbrennen und produktivem Husten.

Botanisch gehört Süßholz zur Familie der Hülsenfrüchtler. Verwendet wird die getrocknete Wurzel des Strauchs, der ursprünglich im Mittelmeerraum und in Teilen Asiens beheimatet ist und dort seit Jahrtausenden sowohl kulinarisch (als Süßungsmittel) als auch heilkundlich genutzt wird. Der süße Geschmack stammt von Glycyrrhizin, das rund 50-mal süßer schmeckt als Haushaltszucker, aber im Gegensatz dazu keine relevanten Kalorien liefert.

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Teufelskralle

Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) ist eine in der Kalahari-Wüste Südafrikas und Namibias beheimatete Pflanze, deren knollige Wurzelfortsätze traditionell in der afrikanischen Volksmedizin bei Gelenk- und Verdauungsbeschwerden genutzt werden. Der Name stammt von den auffälligen, mit Widerhaken besetzten Früchten, die an eine Kralle erinnern und sich hartnäckig im Fell vorbeiziehender Tiere verfangen, was der Pflanze zur Verbreitung ihrer Samen verhilft. Für Nahrungsergänzungsmittel wird die getrocknete und pulverisierte sekundäre Wurzelknolle verwendet, die reich an Bitterstoffen wie Harpagosid und Procumbid ist. In Europa wird die Pflanze seit dem frühen 20. Jahrhundert genutzt, nachdem deutsche Kolonisten die traditionelle Anwendung in Südwestafrika kennengelernt hatten.

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Traubenschalen-Extrakt

Traubenschalen- und Traubenkern-Extrakte aus Vitis vinifera liefern Polyphenole wie Anthocyane und Procyanidine (OPC). Die meisten klinischen Studien zu diesen Polyphenolen wurden mit Traubenkern-Extrakt durchgeführt, dessen Polyphenolprofil dem der Traubenschale ähnelt, aber nicht identisch ist. Procyanidine wurden ursprünglich vor allem im Zusammenhang mit dem sogenannten "French Paradox" bekannt, der Beobachtung eines vergleichsweise niedrigen Risikos für Herz-Kreislauf-Erkrankungen in Regionen mit hohem Rotweinkonsum. Nahrungsergänzungsmittel enthalten die konzentrierten Polyphenole meist als standardisierten Trockenextrakt, ohne den Alkoholgehalt von Wein.

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Tribulus-terrestris-Extrakt

Tribulus terrestris (Erdburzeldorn) ist eine in warmen Regionen weltweit verbreitete Pflanze, deren Früchte und Wurzeln in der traditionellen Medizin Asiens und Osteuropas seit Langem genutzt werden. Wirkstoffe sind vor allem Steroidsaponine, allen voran Protodioscin, dessen Gehalt je nach Pflanzenherkunft und Extraktionsverfahren stark schwankt. Besonders hohe Protodioscin-Gehalte werden Pflanzen aus Bulgarien und Teilen Indiens zugeschrieben, weshalb manche Hersteller die geografische Herkunft ihres Rohstoffs gezielt auf dem Etikett angeben, um sich von günstigeren, weniger standardisierten Rohware-Quellen abzuheben.

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Wacholderbeere (Juniperus communis)

Die Beeren stammen vom Gewöhnlichen Wacholder (Juniperus communis), einem Nadelgehölz, dessen kleine, dunkelblaue Beerenzapfen traditionell sowohl als Gewürz (unter anderem für Sauerkraut und Wildgerichte) als auch als Heilpflanze verwendet werden. Die EMA/HMPC hat für Wacholderbeeren eine Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel veröffentlicht.

Die charakteristischen blauschwarzen Beerenzapfen benötigen bis zur vollen Reife etwa zwei bis drei Jahre am Strauch, was sie im Vergleich zu anderen Gewürzpflanzen ungewöhnlich langsam wachsen lässt. Bekannt sind sie vielen vor allem als geschmacksgebende Zutat von Gin, wo sie namensgebend für den englischen Begriff "gin" (abgeleitet vom französischen "genièvre" für Wacholder) waren.

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Weihrauch

Weihrauch wird aus dem eingetrockneten Harz verschiedener Boswellia-Bäume gewonnen, die vor allem in Indien, Ostafrika und auf der Arabischen Halbinsel wachsen. Zur Gewinnung wird die Rinde des Baumes angeritzt, woraufhin ein milchig-weißer Harzsaft austritt, der an der Luft zu den bekannten gelblich-braunen Harzbrocken aushärtet. Während Weihrauch historisch vor allem als Räucherwerk in religiösen Zeremonien bekannt ist und schon in der Antike über weite Handelsrouten transportiert wurde, wird in Nahrungsergänzungsmitteln meist ein Extrakt aus Boswellia serrata eingesetzt, standardisiert auf einen bestimmten Gehalt an Boswelliasäuren, den namensgebenden Hauptwirkstoffen des Harzes.

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Weißer Maulbeerblatt-Extrakt

Der Extrakt stammt aus den Blättern des Weißen Maulbeerbaums (Morus alba) und wird traditionell in der asiatischen Küche und Naturheilkunde verwendet. Namensgebend für die untersuchte Wirkung ist der Inhaltsstoff 1-Desoxynojirimycin (1-DNJ), der in relevanter Konzentration bislang nur in den Blättern der Maulbeere nachgewiesen wurde. Die getrockneten Blätter selbst werden in manchen asiatischen Ländern traditionell auch direkt als Tee aufgegossen, während in westlichen Nahrungsergänzungsmitteln meist ein konzentrierter, auf den 1-DNJ-Gehalt standardisierter Extrakt eingesetzt wird.

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Zimt

Zimt (Cinnamomum cassia bzw. Cinnamomum verum) ist ein traditionelles Gewürz mit hohem Gehalt an Polyphenolen. Im Handel wird vor allem zwischen der günstigeren, kräftiger schmeckenden Cassia-Sorte und der milderen Ceylon-Sorte unterschieden; erstere enthält von Natur aus deutlich mehr Cumarin als letztere.

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Vitamin

Biotin (Vitamin B7)

Zugelassene EU-Angabe

Das Vitamin, auch als Vitamin B7 oder Vitamin B8 bekannt, ist wasserlöslich und wird vom Körper für den Abbau von Kohlenhydraten, Fetten und Proteinen benötigt. Der Name des Vitamins leitet sich vom griechischen Wort "biotos" (Leben) ab, ein Hinweis auf seine grundlegende Bedeutung für zahlreiche Stoffwechselvorgänge im Körper. Das Vitamin kommt natürlich unter anderem in Eiern, Nüssen, Vollkornprodukten und Innereien vor, ein echter Mangel ist bei ausgewogener Ernährung in Deutschland selten.

Der Körper kann Biotin nicht selbst herstellen und ist deshalb auf die tägliche Zufuhr über die Nahrung angewiesen. Da das Vitamin wasserlöslich ist, wird ein Überschuss über die Nieren ausgeschieden, statt im Körper gespeichert zu werden, weshalb eine regelmäßige Zufuhr wichtiger ist als bei fettlöslichen Vitaminen wie A, D, E oder K.

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Niacin (Vitamin B3)

Zugelassene EU-Angabe

Niacin (Vitamin B3) ist ein wasserlösliches B-Vitamin, das der Körper für die Energiegewinnung aus Nahrung benötigt. In Nahrungsergänzungsmitteln kommen vor allem zwei chemische Formen vor, Nicotinsäure und Nicotinamid, die sich in ihrem Sicherheitsprofil deutlich unterscheiden. Über die normale Ernährung wird der Nährstoff unter anderem aus Fleisch, Fisch, Vollkornprodukten und Erdnüssen aufgenommen; der Körper kann außerdem einen kleinen Teil selbst aus der Aminosäure Tryptophan bilden.

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Vitamin A

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin, das entweder als vorgeformtes Retinol (aus tierischen Lebensmitteln) oder als Provitamin-A-Carotinoid wie Beta-Carotin (aus pflanzlichen Lebensmitteln, etwa Karotten oder Süßkartoffeln) aufgenommen wird. Der Körper wandelt Beta-Carotin je nach Bedarf selbst in aktives Retinol um, diese Umwandlung ist reguliert, weshalb das Provitamin als Nährstoffquelle in Nahrungsergänzungsmitteln in der Regel als risikoärmer gilt als hochdosiertes reines Retinol.

Tierische Lebensmittel wie Leber, Fisch, Milchprodukte und Eigelb liefern fertiges Retinol, während grünes Blattgemüse, Karotten, Süßkartoffeln und Kürbis vor allem das Provitamin Beta-Carotin enthalten. Da beide Formen unterschiedlich gut vom Körper aufgenommen werden, wird der Gesamtgehalt einheitlich in Retinoläquivalenten (RAE) angegeben.

Als fettlösliches Vitamin wird der Nährstoff im Körper vor allem in der Leber gespeichert, die bei ausreichender Zufuhr über Monate hinweg einen Vorrat anlegen kann, ein deutlicher Unterschied zu wasserlöslichen Vitaminen wie Vitamin C oder den B-Vitaminen, die der Körper kaum speichern kann und die deshalb regelmäßiger über die Nahrung zugeführt werden müssen.

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Vitamin B12

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin B12 (Cobalamin) ist ein wasserlösliches Vitamin, das ausschließlich über tierische Lebensmittel oder Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden kann, da pflanzliche Quellen es praktisch nicht enthalten. In Supplementen kommen verschiedene Formen vor, etwa Cyanocobalamin, Hydroxocobalamin oder Methylcobalamin, die sich in Herstellungsverfahren und angenommener Bioverfügbarkeit leicht unterscheiden, auch wenn alle Formen im Körper letztlich in die aktiven Coenzymformen umgewandelt werden.

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Vitamin B6

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin B6 (Pyridoxin) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper für zahlreiche Stoffwechselprozesse benötigt, unter anderem für den Aufbau von Botenstoffen im Nervensystem. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist die stabilere Salzform Pyridoxinhydrochlorid eingesetzt, da der reine Grundstoff empfindlich gegenüber Licht und Wärme ist. Natürlich kommt es unter anderem in Fisch, Geflügel, Kartoffeln und Bananen vor, weshalb ein Mangel bei ausgewogener Ernährung in Industrieländern eher selten vorkommt.

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Vitamin C

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin C (Ascorbinsäure) ist ein wasserlösliches Vitamin, das der Körper nicht selbst herstellen kann und deshalb regelmäßig über die Nahrung aufnehmen muss, etwa aus Zitrusfrüchten, Paprika oder Beeren. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist synthetisch hergestellte Ascorbinsäure eingesetzt, die chemisch identisch mit der natürlich vorkommenden Form ist. Manche Präparate setzen zusätzlich auf gepufferte Formen wie Calciumascorbat, die als magenschonender gelten sollen, auch wenn die wissenschaftliche Evidenz dafür begrenzt ist.

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Vitamin D

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin D ist ein fettlösliches Vitamin, das der Körper unter Sonneneinstrahlung selbst in der Haut bilden kann, weshalb es umgangssprachlich auch als Sonnenvitamin bezeichnet wird. In Nahrungsergänzungsmitteln kommt meist Cholecalciferol zum Einsatz, die auch als D3 bekannte Form, die üblicherweise aus Lanolin (Wollwachs von Schafen) oder, für vegane Präparate, aus Flechten gewonnen wird. Über natürliche Nahrungsquellen wie fettreichen Fisch oder Eigelb wird meist nur ein kleiner Teil des Bedarfs gedeckt.

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Vitamin E

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans, das in acht natürlich vorkommenden Formen existiert, von denen Alpha-Tocopherol im menschlichen Stoffwechsel am aktivsten ist. In Nahrungsergänzungsmitteln wird häufig synthetisches DL-Alpha-Tocopherylacetat eingesetzt, eine stabilere, veresterte Form, die der Körper vor der Aufnahme in die aktive Form umwandelt.

Die acht natürlichen Formen gliedern sich in vier Tocopherole und vier chemisch verwandte Tocotrienole, die sich in ihrer Seitenkette unterscheiden. Nur Alpha-Tocopherol wird vom körpereigenen Transportprotein im Blut bevorzugt weiterverarbeitet, weshalb sich die anderen sieben Formen zwar in Lebensmitteln finden, aber im menschlichen Gewebe in deutlich geringeren Mengen nachweisbar sind.

Auf Zutatenlisten wird zwischen der natürlichen Form (gekennzeichnet mit dem Vorsatz "D-", etwa D-Alpha-Tocopherol) und der synthetisch hergestellten Form (gekennzeichnet mit "DL-") unterschieden. Die natürliche Form stammt meist aus Pflanzenölen, während die synthetische Form üblicherweise aus petrochemischen Vorstufen im Labor hergestellt wird, chemisch aber ebenfalls ein Tocopherol ist und in den meisten frei verkäuflichen Nahrungsergänzungsmitteln aus Kostengründen eingesetzt wird.

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Vitamin K2

Zugelassene EU-Angabe

Vitamin K2 gehört zur Gruppe der Menachinone, einer von mehreren natürlich vorkommenden Formen von Vitamin K. Während Vitamin K1 vor allem in grünem Blattgemüse vorkommt, findet sich diese Form in fermentierten Lebensmitteln wie Käse oder dem japanischen Natto sowie in geringeren Mengen in tierischen Produkten wie Eigelb und Leber. Natto gilt dabei als besonders reichhaltige Quelle, wird in der westlichen Küche aber selten regelmäßig verzehrt, weshalb Nahrungsergänzungsmittel eine praktische Alternative darstellen. Dort wird meist die Form MK-7 eingesetzt, die im Körper eine längere Halbwertszeit als andere Menachinon-Varianten aufweist und dadurch gleichmäßiger wirken soll.

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Aminosäure

Beta-Alanin

Beta-Alanin ist laut NahrungsHub eine nicht-proteinogene Aminosäure, die der Körper zur Bildung von Carnosin in der Muskulatur verwendet. Carnosin puffert Milchsäure während intensiver Belastung ab, weshalb er vor allem im Sportbereich zur Unterstützung der Muskelausdauer eingesetzt wird.

Im Unterschied zum bekannteren Alpha-Alanin, einem Baustein von Körperproteinen, wird er nicht in Muskelprotein eingebaut, sondern dient ausschließlich als Baustein für Carnosin. Fleisch und Geflügel enthalten natürliches Beta-Alanin, weshalb Personen mit fleischarmer oder veganer Ernährung tendenziell niedrigere Carnosin-Speicher in der Muskulatur aufweisen als Fleischesser.

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GABA (Gamma-Aminobuttersäure)

GABA (Gamma-Aminobuttersäure) ist der wichtigste hemmende Neurotransmitter im menschlichen Gehirn und wird dort natürlich produziert. Als Nahrungsergänzungsmittel wird GABA oral eingenommen, in der Hoffnung, eine beruhigende und entspannende Wirkung zu erzielen, ähnlich der Funktion, die der Botenstoff im Gehirn selbst hat. Laut Apotheken Umschau nutzen bereits heute Millionen Menschen weltweit entsprechende Präparate.

Der Botenstoff wird im Körper aus der Aminosäure Glutamat gebildet, mithilfe von Vitamin B6 als Cofaktor. Im zentralen Nervensystem sorgt der Botenstoff dafür, dass übermäßige Nervenaktivität gedämpft wird, vereinfacht gesagt wirkt er wie eine Bremse im Gehirn. Fermentierte Lebensmittel wie bestimmte Teesorten oder eingelegtes Gemüse enthalten von Natur aus geringe Mengen GABA, deutlich weniger als in Nahrungsergänzungsmitteln üblich.

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L-Arginin

L-Arginin ist eine Aminosäure, die im Körper zu Stickstoffmonoxid umgewandelt wird, einem Botenstoff, der die Gefäße erweitert und die Durchblutung fördert. Der Körper kann sie teilweise selbst herstellen, nimmt sie aber auch über proteinreiche Lebensmittel wie Fleisch, Fisch und Nüsse auf. Als sogenannte semi-essenzielle Aminosäure steigt der Bedarf in bestimmten Lebensphasen wie Wachstum oder nach Verletzungen, in denen die körpereigene Produktion allein nicht mehr ausreicht und eine zusätzliche Zufuhr über die Ernährung oder Nahrungsergänzung sinnvoll werden kann.

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L-Citrullin

L-Citrullin ist eine Aminosäure, die im Körper zu L-Arginin umgewandelt wird, dem Ausgangsstoff für die Stickstoffmonoxid-Produktion in den Blutgefäßen. Namensgebend ist die Wassermelone (lateinisch Citrullus), in deren Fruchtfleisch und vor allem in der Schale die Aminosäure natürlicherweise vorkommt. In Nahrungsergänzungsmitteln wird sie häufig direktem L-Arginin vorgezogen, da sie den L-Arginin-Spiegel im Blut Studien zufolge effektiver anheben kann, weil sie den Abbau in der Leber teilweise umgeht.

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L-Glutamin

L-Glutamin ist laut NahrungsHub die im menschlichen Körper am häufigsten vorkommende Aminosäure. Sie gilt als bedingt-essenziell, das heißt der Körper kann sie normalerweise selbst herstellen, doch in Phasen starker körperlicher Belastung oder bei intensivem Training kann der Bedarf steigen. Die Aminosäure wird häufig im Zusammenhang mit Muskelregeneration und der Darmschleimhaut diskutiert.

Der Großteil des körpereigenen Glutamins wird in der Skelettmuskulatur gespeichert und bei Bedarf freigesetzt, etwa für Immunzellen und die schnell teilenden Zellen der Darmschleimhaut, die Glutamin als bevorzugten Energielieferanten nutzen. In proteinreichen Lebensmitteln wie Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten ist Glutamin natürlich enthalten, allerdings in geringeren Konzentrationen als in isolierten Pulvern oder Kapseln.

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L-Tryptophan

L-Tryptophan ist eine essenzielle Aminosäure, die der Körper laut VitaminExpress nicht selbst herstellen kann und über die Nahrung aufnehmen muss. Sie ist die Vorstufe der Botenstoffe Serotonin und Melatonin, die Stimmung, Entspannung und den Schlaf-Wach-Rhythmus mitregulieren. Deshalb wird L-Tryptophan häufig in Präparaten eingesetzt, die auf Schlaf, Stimmung oder Stressbewältigung abzielen.

In natürlichen Lebensmitteln findet sich Tryptophan unter anderem in Pute, Käse, Nüssen, Haferflocken und Bananen, allerdings in Mengen, die deutlich geringer sind als in konzentrierten Nahrungsergänzungsmitteln. Der sogenannte Trans­port über die Blut-Hirn-Schranke steht zusätzlich in Konkurrenz mit anderen Aminosäuren aus der Nahrung, weshalb die tatsächlich im Gehirn ankommende Menge nicht eins zu eins der aufgenommenen Dosis entspricht.

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L-Tyrosin

Die Aminosäure ist nicht-essenziell und dient dem Körper laut vitamine-ratgeber.com als direkter Baustein für die Schilddrüsenhormone T3 und T4 sowie für die Botenstoffe Dopamin, Adrenalin und Noradrenalin. Deshalb wird sie häufig in Präparaten eingesetzt, die auf mentale Leistungsfähigkeit unter Stress oder auf die Schilddrüsenfunktion abzielen.

Der Körper stellt die Aminosäure normalerweise selbst aus Phenylalanin her, einer weiteren Aminosäure aus der Nahrung. In stressigen oder besonders anspruchsvollen Lebensphasen kann der Bedarf an Vorstufen für die genannten Botenstoffe zusätzlich steigen, was die Grundlage für die Verwendung als Nahrungsergänzung in Momenten hoher mentaler Beanspruchung bildet, etwa vor Prüfungen oder in Schlafmangel-Situationen.

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Pflanzenstoff

Berberin

Berberin ist ein Alkaloid, das in mehreren Pflanzen vorkommt, unter anderem in Berberis-Arten (Berberitze), Hydrastis canadensis (Goldsiegel) und Coptis chinensis, einer in der traditionellen chinesischen Medizin seit Langem genutzten Pflanze. In Nahrungsergänzungsmitteln wird häufig die Hydrochlorid-Form eingesetzt, da diese sich vergleichsweise gut isolieren und standardisieren lässt.

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Himbeerketone (Raspberry Ketones)

Himbeerketone sind die aromagebende Verbindung, die Himbeeren ihren charakteristischen Duft verleiht. In Nahrungsergänzungsmitteln werden sie meist synthetisch hergestellt, da die Menge an natürlichen Himbeerketonen in echten Himbeeren viel zu gering für eine Supplement-Dosierung wäre. Sie werden häufig als Fatburner-Zutat beworben.

Chemisch ähnelt die Verbindung anderen bekannten Fatburner-Substanzen wie Capsaicin (aus Chili) und Synephrin (aus Bitterorange), was die Vermutung nährte, sie könnte ähnliche stoffwechselanregende Effekte haben. Diese strukturelle Ähnlichkeit allein ist jedoch kein Beweis für eine vergleichbare Wirkung beim Menschen, sondern nur ein Ausgangspunkt für die in Tiermodellen durchgeführte Forschung.

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Quercetin

Quercetin ist ein Flavonoid, das in vielen Obst- und Gemüsesorten vorkommt, beispielsweise in Zwiebeln, Äpfeln und Beeren. Es zählt zu den am häufigsten untersuchten sekundären Pflanzenstoffen und wird in Nahrungsergänzungsmitteln meist als isoliertes Pulver oder in speziellen, besser bioverfügbaren Formulierungen eingesetzt. Rote Zwiebeln und vor allem deren äußere, meist achtlos weggeworfene Schalen gehören zu den konzentriertesten bekannten Lebensmittelquellen dieses Flavonoids, deutlich mehr als das übliche Zwiebelfleisch selbst.

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Resveratrol

Resveratrol ist ein Polyphenol, das unter anderem in Polygonum cuspidatum (Japanischer Staudenknöterich), Weintrauben und Rotwein vorkommt. Es existiert in zwei Isomerformen, cis und trans, wobei die trans-Form als biologisch aktiver gilt und deshalb auch die in Studien und Nahrungsergänzungsmitteln überwiegend eingesetzte Form ist. Bekannt wurde der Stoff vor allem durch das sogenannte "French Paradox", die vielzitierte Beobachtung eines vergleichsweise niedrigen Herz-Kreislauf-Risikos trotz fettreicher Ernährung in Regionen mit hohem Rotweinkonsum, auch wenn der tatsächliche Beitrag von Resveratrol dazu wissenschaftlich nicht abschließend geklärt ist.

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Rutin

Rutin ist ein Flavonoid, das in vielen Pflanzen vorkommt, etwa in Buchweizen, Äpfeln und den Blütenknospen des Schnurbaums (Sophora japonica), aus denen es für Nahrungsergänzungsmittel meist extrahiert wird. Es gehört zur selben Stoffgruppe wie Quercetin, ein weiterer in Nahrungsergänzungsmitteln häufig eingesetzter Pflanzenstoff.

Chemisch handelt es sich um ein Glykosid des Quercetins, das Flavonoid ist also mit einem Zuckermolekül (Rutinose) verbunden, was seine Löslichkeit und Aufnahme im Vergleich zum reinen Quercetin verändert. In der Apfelschale und direkt unter ihr ist die Konzentration besonders hoch, ein Grund, warum ungeschälte Äpfel in der Lebensmittelforschung häufig als gute Flavonoid-Quelle genannt werden.

Der Name leitet sich von der Pflanzengattung Ruta (Weinraute) ab, aus der der Stoff historisch zuerst isoliert wurde, auch wenn er in dieser Pflanze in deutlich geringerer Konzentration vorkommt als im heute für Extrakte genutzten Schnurbaum. In Tee, insbesondere schwarzem und grünem Tee, sowie in Zitrusfrüchten kommt das Flavonoid ebenfalls in nennenswerten Mengen vor.

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Mineralstoff

Calcium

Zugelassene EU-Angabe

Calcium ist das im menschlichen Körper mengenmäßig häufigste Mineral, rund 99 % davon sind in Knochen und Zähnen gespeichert, der Rest zirkuliert im Blut und in den Zellen, wo er an zahlreichen Steuerungsprozessen beteiligt ist. In Nahrungsergänzungsmitteln kommen meist Calciumcarbonat, Calciumcitrat oder Calciumgluconat zum Einsatz, die sich in ihrem elementaren Gehalt und ihrer Bioverfügbarkeit unterscheiden, Citrat gilt dabei unabhängig von Mahlzeiten als besonders gut resorbierbar. Über Milchprodukte, grünes Blattgemüse und mineralstoffreiches Wasser lässt sich ein Teil des Tagesbedarfs auch über die Ernährung decken.

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Kupfer

Zugelassene EU-Angabe

Kupfer ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper in kleinen Mengen für zahlreiche Enzyme benötigt, unter anderem für den Eisenstoffwechsel und die Bildung von Bindegewebe. In Nahrungsergänzungsmitteln wird es häufig als Kupfergluconat eingesetzt, eine gut verträgliche, organisch gebundene Form.

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Mangan

Zugelassene EU-Angabe

Das Spurenelement wird vom Körper nur in sehr geringen Mengen benötigt, ist aber für zahlreiche enzymatische Prozesse unverzichtbar, unter anderem für den Aufbau von Knochen und Bindegewebe sowie als Bestandteil des körpereigenen antioxidativen Enzyms Mangan-Superoxid-Dismutase. Natürliche Quellen sind unter anderem Vollkorngetreide, Nüsse, Hülsenfrüchte und Tee, wobei schwarzer und grüner Tee als vergleichsweise ergiebig gelten: mehrere Tassen täglich können spürbar zur Gesamtzufuhr beitragen.

Der menschliche Körper enthält davon insgesamt nur etwa 10 bis 20 Milligramm, hauptsächlich gespeichert in Knochen, Leber, Nieren und Bauchspeicheldrüse. Trotz der geringen Gesamtmenge ist das Spurenelement für die Funktion mehrerer wichtiger Enzyme unverzichtbar, weshalb selbst kleine Schwankungen der Versorgung Auswirkungen auf verschiedene Stoffwechselprozesse haben können.

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Zink

Zugelassene EU-Angabe

Zink ist ein essenzielles Mineral, das an mehreren hundert enzymatischen Prozessen im Körper beteiligt ist, unter anderem am Hormonstoffwechsel, der Zellteilung und der Wundheilung. Häufig eingesetzte Formen in Nahrungsergänzungsmitteln sind Zinkoxid, Zinkgluconat und Zinkpicolinat, die sich in ihrer Bioverfügbarkeit leicht unterscheiden. Der Körper kann dieses Spurenelement nicht speichern, weshalb eine regelmäßige Zufuhr über die Nahrung notwendig ist.

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Carotinoid

Astaxanthin

Astaxanthin ist ein rotes Carotinoid, das natürlicherweise in der Mikroalge Haematococcus pluvialis gebildet wird und über die Nahrungskette auch Lachsen, Krill und Flamingos ihre charakteristische Farbe verleiht. Es gehört zur selben Stoffgruppe wie Beta-Carotin und Lutein, hat aber eine besonders ausgeprägte antioxidative Kapazität und wird, anders als Beta-Carotin, vom Körper nicht in Vitamin A umgewandelt.

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Lutein & Zeaxanthin

Lutein und Zeaxanthin sind gelb-orange Carotinoide, die sich als einzige Nährstoffe in besonders hoher Konzentration direkt in der Makula, dem Punkt des schärfsten Sehens in der Netzhautmitte, einlagern. Dort wirken sie als natürlicher Blaulicht- und UV-Filter, weshalb sie umgangssprachlich manchmal als "innere Sonnenbrille" bezeichnet werden. In Nahrungsergänzungsmitteln stammen sie meist aus Extrakten der Studentenblume (Tagetes erecta, im Englischen "Marigold"), einer in Gärten weitverbreiteten, leuchtend orangen Zierpflanze.

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Lycopin

Lycopin ist das rote Carotinoid, das Tomaten, Wassermelonen und rosa Grapefruits ihre Farbe verleiht. Es gehört zur selben Stoffgruppe wie Beta-Carotin und Lutein, hat aber, anders als Beta-Carotin, keine Vitamin-A-Wirkung im Körper.

Interessant ist die Verfügbarkeit dieses Farbstoffs aus der Nahrung: Im Gegensatz zu vielen anderen Pflanzenstoffen steht er dem Körper aus verarbeiteten Tomatenprodukten wie Tomatenmark oder -sauce besser zur Verfügung als aus rohen, unverarbeiteten Tomaten, weil Hitze und Zerkleinerung die Zellstruktur aufbrechen und die Aufnahme zusammen mit etwas Fett (etwa Olivenöl) begünstigen.

Chemisch handelt es sich um ein Carotinoid ohne die für Beta-Carotin typische Ringstruktur an beiden Enden des Moleküls, weshalb der Körper es, anders als Beta-Carotin, nicht in Vitamin A umwandeln kann. Diese offenkettige Struktur wird von manchen Forscher:innen auch als Erklärung für die besonders hohe antioxidative Kapazität herangezogen, ein rein chemisches Merkmal, das von der noch unklaren Studienlage zu konkreten Gesundheitswirkungen beim Menschen unabhängig zu betrachten ist.

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Gewürzextrakt

Cayennepfeffer

Cayennepfeffer (Capsicum annuum) liefert Capsaicin, den namensgebenden Scharfstoff, der TRPV1-Rezeptoren aktiviert, dieselben Rezeptoren, die auch auf Hitzereize reagieren, was das charakteristische Wärme- bzw. Brenngefühl erklärt. Auf der Scoville-Skala, die den Schärfegrad von Chilisorten misst, liegt Cayennepfeffer meist im Bereich von 30.000 bis 50.000 Einheiten, deutlich schärfer als Paprika, aber milder als etwa Habanero oder Ghost Pepper. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist ein auf Capsaicinoide standardisierter Extrakt eingesetzt statt des gemahlenen Gewürzes.

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Kurkuma-Extrakt

Kurkuma (Curcuma longa) ist ein aus Südasien stammendes Gewürz, dessen Wurzelstock die namensgebenden Curcuminoide liefert, allen voran Curcumin. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist ein auf den genauen Curcuminoidgehalt standardisierter Extrakt eingesetzt statt des einfach gemahlenen Gewürzes. Frischer Kurkuma-Wurzelstock ähnelt optisch Ingwer, färbt aber durch den hohen Curcumingehalt intensiv gelb-orange, weshalb das Gewürz seit Jahrhunderten auch als natürlicher Farbstoff in Lebensmitteln und Textilien verwendet wird.

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Piperin (Schwarzer-Pfeffer-Extrakt)

Piperin ist der Scharfstoff des schwarzen Pfeffers (Piper nigrum) und wird Nahrungsergänzungsmitteln meist in geringer Menge zugesetzt, um die Aufnahme anderer Inhaltsstoffe im Darm zu verbessern. Bekannt ist unter anderem das patentierte Handelspräparat BioPerine®. Chemisch handelt es sich um ein Alkaloid, das auch für den charakteristischen scharfen Geschmack von schwarzem und weißem Pfeffer verantwortlich ist, wenn auch in unterschiedlicher Konzentration je nach Verarbeitungsgrad der Pfefferkörner.

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Ätherisches Öl / Terpen

Borneol

Die Substanz ist ein natürlich vorkommendes, flüchtiges Monoterpen, das in ätherischen Ölen mehrerer Pflanzen enthalten ist und seit Jahrhunderten Bestandteil traditioneller asiatischer Heilmittel gegen Schmerzen und Hautbeschwerden ist. In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird es unter dem Namen Bing Pian sowohl äußerlich als auch als Zusatz in Kombinationsrezepturen verwendet.

Chemisch zeichnet sich der Stoff durch eine hohe Fettlöslichkeit und geringe Molekülgröße aus, Eigenschaften, die es leicht durch die oberste Hautschicht dringen lassen.

Der Name geht auf die Insel Borneo zurück, wo der sogenannte Borneo-Kampferbaum (Dryobalanops aromatica) wächst, aus dessen Harz die Substanz ursprünglich isoliert wurde. Chemisch handelt es sich um ein bicyclisches Monoterpen aus derselben Stoffgruppe wie Kampfer, mit dem es strukturell eng verwandt ist, sich aber in der Molekülform unterscheidet.

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Kampfer

Die Substanz ist eine kristalline, stark riechende Verbindung, die traditionell aus der Rinde des Kampferbaums (Cinnamomum camphora) gewonnen wird, heute aber überwiegend synthetisch hergestellt wird. In der Kosmetik- und Wärmesalben-Industrie ist er ein seit Langem etablierter Wirkstoff, bekannt aus Erkältungsbalsam und wärmenden Muskel- und Gelenksalben.

Auf der Haut wirkt er als sogenannter Counterirritant: Er löst ein Wärme- beziehungsweise Kältegefühl aus, das die Wahrnehmung von darunterliegenden Schmerzen überlagert.

Der namensgebende Kampferbaum wächst ursprünglich in Ostasien und wird dort seit Jahrhunderten sowohl als Holzlieferant als auch als Rohstoffquelle für die kristalline Substanz genutzt, die durch Wasserdampfdestillation aus Holz, Rinde und Blättern gewonnen wird. Heute stammt der weit überwiegende Teil des industriell verwendeten Materials aus synthetischer Herstellung, chemisch identisch mit der natürlichen Variante.

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Menthol

Der Wirkstoff ist der namensgebende Hauptbestandteil des ätherischen Öls der Pfefferminze (Mentha x piperita) und einer der am besten erforschten Kühl-Wirkstoffe überhaupt. Es wird sowohl aus der Pflanze gewonnen als auch synthetisch hergestellt und ist Bestandteil zahlreicher Erkältungsbalsame, Muskel-/Gelenkgele und Wärme- beziehungsweise Kühlpflaster.

Auf der Haut löst der Wirkstoff das charakteristische kühlende Gefühl aus, das viele Menschen von Pfefferminzprodukten kennen, ein Sinneseindruck, der in Kombinationsprodukten häufig mit wärmenden Stoffen wie Kampfer oder Capsaicin kombiniert wird.

Neben der Gewinnung aus Pfefferminzöl wird der weit überwiegende Teil des heute verwendeten Materials synthetisch hergestellt, chemisch identisch mit der pflanzlichen Variante. Die reine, linksdrehende Form L-Menthol gilt als die Form mit der stärksten kühlenden Wirkung, weshalb sie in topischen Produkten bevorzugt eingesetzt wird, während technische Mischungen mehrerer Formen vor allem in Aromen und Duftstoffen vorkommen.

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Kräuterextrakt

Aconitum (Sturmhut-Wurzel)

Radix Aconiti ist die aufbereitete Wurzel von Sturmhut-Arten (Gattung Aconitum) und gehört zu den traditionsreichsten, aber auch am strengsten kontrollierten Kräutern der Traditionellen Chinesischen Medizin, wo sie unter Namen wie Fuzi oder Chuanwu bei Kälte-, Wind- und Feuchtigkeitsbeschwerden sowie zur Schmerzlinderung eingesetzt wird. In der europäischen Volksheilkunde ist die verwandte Art Aconitum napellus als Blauer Eisenhut bekannt, eine der giftigsten heimischen Pflanzen überhaupt.

Wichtig für die Einordnung: Rohe, unverarbeitete Aconitum-Wurzel ist hochgiftig. In der TCM wird sie deshalb traditionell einem aufwendigen Aufbereitungsverfahren (Paozhi) unterzogen, das die giftigen Alkaloide in deutlich schwächer wirksame Abbauprodukte umwandelt, bevor sie in Rezepturen verwendet wird.

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Wermut

Wermut (Artemisia absinthium) ist eine seit der Antike genutzte Bitterpflanze aus der Familie der Korbblütler, bekannt für ihren intensiv bitteren Geschmack und ihren charakteristischen Duft. Namensgebend ist sie unter anderem für den Likör Absinth. Traditionell kommt vor allem das blühende Kraut zum Einsatz, verarbeitet zu Tee, Tinktur oder Extrakt.

In topischen Produkten wie Wärmepflastern wird ein Extrakt der Pflanze wegen seiner traditionell zugeschriebenen wärmenden und krampflösenden Eigenschaften eingesetzt, ein deutlich anderer Anwendungsbereich als die innerliche Nutzung bei Appetitlosigkeit.

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Spurenelement

Chrom

Zugelassene EU-Angabe

Chrom ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper nicht selbst herstellen kann und über die Nahrung aufnehmen muss. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist die Picolinat-Form eingesetzt, eine Verbindung aus dreiwertigem Chrom und Picolinsäure mit vergleichsweise guter Bioverfügbarkeit gegenüber anorganischen Salzen. Der Körper eines Erwachsenen enthält insgesamt nur wenige Milligramm davon, hauptsächlich in Knochen, Leber, Milz und Muskulatur.

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Selen

Zugelassene EU-Angabe

Selen ist ein essenzielles Spurenelement, das der Körper über die Nahrung aufnehmen muss. Es ist Bestandteil selenhaltiger Proteine (Selenoproteine), darunter Enzyme mit antioxidativer Funktion und Enzyme, die an der Schilddrüsenhormon-Umwandlung beteiligt sind. Gute natürliche Quellen sind unter anderem Paranüsse, Fisch, Eier, Fleisch und Vollkornprodukte, wobei der Gehalt in Pflanzen stark vom jeweiligen Boden abhängt.

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Algenextrakt

Braunalgen-Extrakt (Kelp)

Kelp bezeichnet verschiedene Braunalgenarten, die von Natur aus Jod in unterschiedlicher, schwankender Konzentration enthalten und häufig als natürliche Jodquelle in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt werden. Die Algen wachsen vor allem in kühleren Küstengewässern und werden in manchen Regionen auch traditionell als Lebensmittel verzehrt. Für Nahrungsergänzungsmittel wird die getrocknete und meist pulverisierte Alge in Kapseln oder Tabletten abgefüllt.

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Aminosulfonsäure

Taurin

Taurin ist eine schwefelhaltige Aminosäure (genauer: eine Aminosulfonsäure), die der Körper selbst bilden kann und die natürlicherweise in Muskel-, Herz- und Nervengewebe vorkommt. Bekannt ist der Stoff vor allem aus Energydrinks, wird aber auch einzeln als Nahrungsergänzung angeboten.

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Aminosäure-Derivat

L-Carnitin

L-Carnitin ist eine körpereigene Substanz, die eine zentrale Rolle beim Transport langkettiger Fettsäuren in die Mitochondrien spielt, wo sie zur Energiegewinnung (Beta-Oxidation) genutzt werden. Der Körper stellt es größtenteils selbst aus den Aminosäuren Lysin und Methionin her, vor allem in Leber und Nieren; zusätzlich wird es über tierische Lebensmittel wie rotes Fleisch und Milchprodukte aufgenommen. Vegetarisch oder vegan lebende Menschen haben dadurch in der Regel niedrigere Blutspiegel, ohne dass daraus automatisch ein Mangel entsteht.

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Antioxidans

Alpha-Liponsäure

Alpha-Liponsäure ist eine körpereigene, schwefelhaltige Fettsäure, die eine zentrale Rolle im Energiestoffwechsel der Zellen spielt und zusätzlich antioxidative Eigenschaften besitzt. Sie kommt in geringen Mengen in Lebensmitteln wie Innereien, Spinat und Brokkoli vor, wird für Nahrungsergänzungsmittel und Medizinprodukte aber meist synthetisch in höherer Konzentration hergestellt.

Eine Besonderheit dieses Antioxidans ist seine doppelte Löslichkeit: Es ist sowohl fett- als auch wasserlöslich und kann dadurch sowohl innerhalb als auch außerhalb von Zellen sowie in Zellmembranen wirken, ein Vorteil gegenüber rein fettlöslichen Antioxidantien wie Vitamin E oder rein wasserlöslichen wie Vitamin C, die jeweils nur in einer der beiden Umgebungen aktiv sind.

In Nahrungsergänzungsmitteln kommt der Stoff meist als Racemat vor, also als Gemisch der beiden möglichen räumlichen Spiegelbildformen (R- und S-Form), während der Körper von Natur aus nur die R-Form selbst herstellt. Hochpreisigere Präparate werben teils gezielt mit der isolierten R-Form, für die Augengesundheit als Bestandteil größerer Kombinationsformeln spielt dieser Unterschied in der Praxis meist eine untergeordnete Rolle.

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Enzym

Bromelain (aus Ananas)

Bromelain ist ein Enzymgemisch aus dem Fruchtfleisch und vor allem dem Stängel der Ananas (Ananas comosus), das proteinspaltende (proteolytische) Eigenschaften besitzt. Die enzymatische Aktivität wird meist in GDU (Gelatine-Digestions-Einheiten) oder FIP-Einheiten angegeben; beide messen die Fähigkeit, Eiweiß standardisiert aufzuspalten, sind aber nicht direkt ineinander umrechenbar, weshalb Produkte unterschiedlicher Hersteller nicht ohne Weiteres allein über die reine Milligrammzahl auf der Verpackung vergleichbar sind.

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Fettsäure

MCT-Öl (mittelkettige Triglyceride)

MCT-Öl steht für Medium-Chain Triglycerides, mittelkettige Fettsäuren mit 6 bis 12 Kohlenstoffatomen, die laut mct-oel.org meist aus Kokos- oder Palmkernöl gewonnen werden. Im Unterschied zu langkettigen Fetten werden sie vom Körper schneller aufgenommen und wandern direkt über die Pfortader zur Leber, wo sie zügig in Ketonkörper umgewandelt werden können.

Normales Speiseöl besteht überwiegend aus langkettigen Fettsäuren mit 14 oder mehr Kohlenstoffatomen, die vom Körper aufwendiger verarbeitet und meist im Fettgewebe gespeichert werden. Die kürzeren Ketten benötigen für die Aufnahme keine Gallenflüssigkeit in gleichem Umfang, weshalb sie auch bei eingeschränkter Fettverdauung gelegentlich besser vertragen werden als klassische Öle.

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Lebensmittel-Extrakt

Apfelessig

Apfelessig entsteht durch die Fermentation von Apfelsaft, zuerst zu Alkohol, dann zu Essigsäure. Naturtrüber Apfelessig enthält häufig die sogenannte "Mutter", einen Bodensatz aus Essigbakterien und Zellulose, dem traditionell zusätzliche Nährstoffe zugeschrieben werden. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist ein aus flüssigem Essig gewonnenes Pulver verwendet, das in Kapseln abgefüllt wird.

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Nährstoff

Cholin

Zugelassene EU-Angabe

Cholin ist ein essenzieller Nährstoff, der eng mit dem Vitamin-B-Komplex verwandt ist, auch wenn er offiziell nicht zu den Vitaminen zählt. Der Körper kann einen Teil selbst in der Leber bilden, muss den Rest aber über die Nahrung aufnehmen, etwa aus Eiern, Fleisch oder Fisch. In Nahrungsergänzungsmitteln kommen verschiedene Salzformen vor, die sich im Gehalt an reinem Nährstoff je Milligramm Rohstoff unterscheiden; die genaue Form steht auf der jeweiligen Verpackung. Er ist außerdem ein Baustein eines wichtigen Botenstoffs im Nervensystem sowie von Phospholipiden, die Bestandteil jeder Zellmembran im Körper sind.

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Pilzextrakt

Tigermilchpilz (Lignosus rhinocerus)

Der Tigermilchpilz (Lignosus rhinocerus) ist ein in Südostasien traditionell verwendeter Heilpilz, dessen unterirdische Sklerotien (verdichtete Nährstoffspeicher) zu Extrakten verarbeitet werden. In Malaysia und angrenzenden Ländern wird er seit Generationen traditionell bei Atemwegsbeschwerden eingesetzt, moderne Forschung dazu ist noch vergleichsweise jung.

Seinen Namen verdankt der Pilz einer Legende der indigenen Bevölkerung Malaysias, wonach die unterirdischen Sklerotien an Stellen wachsen, an denen Tigerinnen ihre Milch verschütten sollen. Botanisch handelt es sich um keinen eigentlichen "Pilzfruchtkörper" im klassischen Sinne, sondern um ein Sklerotium, eine kompakte Ansammlung aus Pilzgeflecht und gespeicherten Nährstoffen, ähnlich einer Knolle.

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Sonstiger Inhaltsstoff

Hyaluronsäure

Hyaluronsäure ist ein körpereigenes Polysaccharid, das im Bindegewebe, in der Haut und in der Gelenkflüssigkeit vorkommt, wo es Wasser bindet und für Geschmeidigkeit und Polsterung sorgt. Ein einziges Gramm davon kann rechnerisch bis zu sechs Liter Wasser binden, was den namensgebenden gelartigen Charakter des Moleküls erklärt. Die körpereigene Produktion nimmt mit dem Alter ab, was unter anderem mit sichtbarer Hautalterung und einer dünneren Gelenkflüssigkeit in Verbindung gebracht wird. In Nahrungsergänzungsmitteln wird meist fermentativ hergestelltes, hochmolekulares Material eingesetzt, gewonnen aus Bakterienkulturen statt aus tierischem Gewebe.

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Ätherisches Öl

Teebaumöl (Melaleuca alternifolia)

Das ätherische Öl wird aus den Blättern des australischen Baums Melaleuca alternifolia gewonnen wird. Es enthält über 100 verschiedene Verbindungen, wobei Terpinen-4-ol als Hauptwirkstoff gilt und für den größten Teil der antimikrobiellen Wirkung verantwortlich gemacht wird. Hochwertige Qualitäten enthalten üblicherweise mindestens 30 bis 40 Prozent Terpinen-4-ol. In der äußerlichen Anwendung wird es traditionell bei kleinen Haut- und Nagelbeschwerden eingesetzt, unter anderem bei Fuß- und Nagelpilz.

Ursprünglich wurde das Öl von den australischen Aborigines traditionell zur Wundpflege genutzt, bevor es ab den 1920er Jahren wissenschaftlich untersucht und später weltweit in Kosmetik- und Pflegeprodukten populär wurde. Neben der Anwendung bei Nagel- und Fußpilz wird das ätherische Öl auch bei unreiner Haut, kleinen Hautirritationen und in Haarpflegeprodukten gegen Kopfhautschuppen eingesetzt, jeweils stets nur äußerlich und meist verdünnt.

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Häufige Fragen zu diesem Lexikon

Was bedeutet "zugelassene EU-Angabe" bei einem Inhaltsstoff?

Es handelt sich um eine gesundheitsbezogene Angabe, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) wissenschaftlich geprüft und in der Verordnung (EU) Nr. 432/2012 offiziell zugelassen wurde. Nur Inhaltsstoffe mit einer solchen Angabe dürfen mit einem konkreten, geprüften Wirkbeitrag beworben werden; alle anderen werden auf dieser Seite als Anbieterpositionierung bzw. allgemeine Studienlage eingeordnet.

Warum haben nicht alle Stoffe eine zugelassene EU-Angabe?

Die EFSA-Zulassung ist ein aufwendiges, wissenschaftliches Prüfverfahren, das für viele Pflanzenextrakte und Nahrungsergänzungsmittel-Zusätze bisher nicht durchlaufen wurde oder nicht erfolgreich war. Das bedeutet nicht automatisch, dass ein Stoff wirkungslos ist, sondern nur, dass keine offiziell geprüfte Angabe dafür vorliegt. Auf dieser Seite wird dieser Unterschied bei jedem Inhaltsstoff transparent gemacht.

Woher stammen die Informationen auf dieser Seite?

Die Grundlagen stammen aus offiziellen Quellen wie der EU-Verordnung 432/2012, Stellungnahmen der EFSA sowie Veröffentlichungen des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) und der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE), ergänzt um allgemeine wissenschaftliche Literatur. Die konkreten Quellen jedes Inhaltsstoffs stehen auf der jeweiligen Detailseite.

Die Inhalte auf dieser Seite sind allgemeine, informative Zusammenfassungen wissenschaftlicher Literatur und ersetzen keine medizinische Beratung. Nicht jede zitierte Studie bezieht sich auf ein konkretes Produkt aus unserem Katalog, und eine wissenschaftliche Untersuchung ist nicht gleichzusetzen mit einer in der EU zugelassenen gesundheitsbezogenen Angabe. Zugelassene Angaben sind auf den jeweiligen Detailseiten gekennzeichnet.

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