Pflanzenextrakt
Augentrost
Augentrost (Euphrasia officinalis) ist eine Heilpflanze, die traditionell in Form von wässrigen Aufgüssen oder Augenbädern äußerlich bei leichten Augenreizungen verwendet wird. Der Name leitet sich von genau dieser traditionellen Verwendung ab. In modernen Nahrungsergänzungsmitteln wird das Kraut dagegen meist als Extrakt in Kapselform eingesetzt, eine innerliche Einnahme, die sich von der traditionellen äußerlichen Anwendung am Auge deutlich unterscheidet.
Botanisch gehört die kleine, unscheinbare Wiesenpflanze zur Familie der Sommerwurzgewächse und ist ein sogenannter Halbschmarotzer, der einen Teil seiner Nährstoffe über die Wurzeln benachbarter Gräser bezieht. Ihr deutscher Name ist seit dem Mittelalter überliefert, als Kräuterkundige der Pflanze aufgrund ihrer schwarz gepunkteten, an gerötete Augen erinnernden Blüten eine Wirkung am Auge zuschrieben, eine damals übliche Zuordnung nach äußerer Ähnlichkeit (Signaturenlehre), die nach heutigem wissenschaftlichem Verständnis kein Wirknachweis ist.
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Banaba-Blatt
Banaba-Blatt (Lagerstroemia speciosa) ist eine in der philippinischen Volksmedizin seit den 1940er-Jahren bei Diabetes genutzte Pflanze. Der Hauptwirkstoff ist Corosolsäure, eine Triterpensäure, die auch als "pflanzliches Insulin" bezeichnet wird, auch wenn dieser Beiname keine chemische Verwandtschaft mit dem Hormon Insulin beschreibt, sondern sich nur auf die blutzuckerbezogene Wirkung bezieht.
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Bittermelonen-Extrakt
Die Bittermelone (Momordica charantia), auch Bittergurke genannt, ist eine in der asiatischen Küche und Naturheilkunde traditionell genutzte Kürbisgewächs-Frucht. Äußerlich erinnert sie an eine längliche, warzig-höckrige Gurke und wird in Ländern wie Indien, China und den Philippinen sowohl unreif als Gemüse gegessen als auch, meist in reiferem Zustand, zu Extrakten und Saft verarbeitet. Sie enthält unter anderem die Substanzen Charantin und insulinähnliche Polypeptide, denen die blutzuckerbezogene Wirkung zugeschrieben wird, sowie verschiedene Pflanzenstoffe wie Momordicin, die für den namensgebenden bitteren Geschmack verantwortlich sind.
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Bitterorange
Bitterorange (Citrus aurantium) liefert das Protoalkaloid p-Synephrin und wird seit rund 20 Jahren in Nahrungsergänzungsmitteln für Gewichtsmanagement und Sport eingesetzt. Popularität gewann der Extrakt vor allem als Ersatzstoff, nachdem Ephedra-Präparate wegen kardiovaskulärer Risiken in mehreren Ländern verboten oder stark eingeschränkt wurden; Synephrin gilt strukturell als mit Ephedrin verwandt, wenn auch mit schwächerer Wirkung. In der traditionellen chinesischen Medizin wird die unreife Frucht schon seit Langem als Verdauungsmittel eingesetzt. Neben Synephrin enthält die Bitterorange auch Flavonoide wie Naringin, die dem typisch bitteren Geschmack der Frucht ihren Namen geben.
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Brennnessel (Urtica dioica)
Die Brennnessel (Urtica dioica) ist eine weitverbreitete Wildpflanze, deren Blätter und Wurzeln zu Tees, Extrakten und Kapseln verarbeitet werden. Die EMA erkennt Brennnesselblätter als traditionelles pflanzliches Arzneimittel zur Durchspülung der Harnwege und unterstützend bei rheumatischen Beschwerden an, eine Anwendung, die nichts mit Atemwegen oder Nase zu tun hat.
Ihren Namen verdankt die Pflanze den feinen Brennhaaren auf Blättern und Stängeln, die bei Berührung Histamin und andere Reizstoffe absondern und den charakteristischen Hautausschlag verursachen. Beim Trocknen oder Erhitzen, etwa beim Kochen oder bei der Extraktherstellung, verlieren diese Haare ihre reizende Wirkung vollständig, weshalb getrocknete oder verarbeitete Brennnessel unbedenklich gegessen oder als Extrakt eingenommen werden kann.
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Coleus-forskohlii-Extrakt
Coleus forskohlii (Indischer Buntnessel) ist eine in Südasien traditionell genutzte Heilpflanze aus der Familie der Lippenblütler, deren Wurzel den Wirkstoff Forskolin liefert. In der ayurvedischen Tradition wurde die Pflanze über Jahrhunderte bei Herz-Kreislauf-Beschwerden, Atemwegsproblemen und Hautleiden eingesetzt, lange bevor Forskolin in den 1970er-Jahren als eigenständige Verbindung isoliert und wissenschaftlich näher untersucht wurde. Handelsübliche Extrakte werden meist auf einen Forskolin-Gehalt von 10 bis 20 Prozent standardisiert, damit die Menge des Wirkstoffs von Charge zu Charge vergleichbar bleibt.
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Damiana-Blatt-Extrakt
Damiana (Turnera diffusa) ist ein in Mittelamerika beheimateter Strauch, dessen Blätter traditionell als Aphrodisiakum und Stimmungsaufheller genutzt werden. Enthaltene Wirkstoffe sind unter anderem Flavonoide wie Pinocembrin und Acacetin sowie ätherische Öle. Die Pflanze wurde bereits von der indigenen Bevölkerung Mexikos und Mittelamerikas genutzt, bevor sie im 19. Jahrhundert auch in Europa und Nordamerika als pflanzliches Stärkungsmittel bekannt wurde. Botanisch gehört Damiana zur Familie der Passionsblumengewächse und wird gelegentlich mit der eigentlichen Passionsblume verwechselt, obwohl beide Pflanzen unterschiedliche Wirkstoffprofile aufweisen.
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Eleuthero (Sibirischer Ginseng)
Eleuthero (Eleutherococcus senticosus), auch als Sibirischer Ginseng oder Taigawurzel bekannt, ist ein Strauchgewächs aus derselben Pflanzenfamilie wie der Koreanische Ginseng, botanisch aber eine eigenständige Gattung mit anderen Wirkstoffen (Eleutherosiden statt Ginsenosiden). Verwendet wird die Wurzel, traditionell in der sibirischen und russischen Volksmedizin sowie in der sowjetischen Adaptogen-Forschung der Nachkriegszeit, bei der Pflanzenstoffe untersucht wurden, die dem Körper helfen sollen, sich an körperliche und geistige Belastung anzupassen.
Geprägt wurde der Begriff „Adaptogen” maßgeblich vom sowjetischen Pharmakologen Nikolai Lasarew, später systematisch erforscht von seinem Schüler Israel Brekhman. Nach dessen klassischer Definition muss ein Adaptogen die Widerstandsfähigkeit des Körpers gegenüber vielfältigen Belastungen erhöhen, ohne die normale Körperfunktion zu stören und ohne selbst nennenswerte Nebenwirkungen zu verursachen. Eleuthero gilt als eine der am gründlichsten untersuchten Pflanzen dieser Kategorie, mit einer jahrzehntelangen Forschungsgeschichte, die deutlich vor der heutigen EU-Zulassungspraxis für Health-Claims begann.
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Garcinia-Cambogia-Extrakt
Garcinia Cambogia ist eine in Südostasien beheimatete Frucht aus der Familie der Klusiengewächse, deren kürbisähnliche, gerippte Schale reich an Hydroxyzitronensäure (HCA) ist. In der traditionellen Küche Südindiens und Südostasiens wird die getrocknete Fruchtschale schon lange als saurer Aromageber in Currys und Fischgerichten verwendet, ähnlich wie Tamarinde. HCA gilt als der zentrale Wirkstoff, dem appetitzügelnde und stoffwechselbezogene Effekte zugeschrieben werden, weshalb Extrakte meist auf einen bestimmten HCA-Gehalt (häufig 50 bis 60 Prozent) standardisiert werden.
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Ginkgo Biloba
Ginkgo Biloba ist eines der ältesten noch existierenden Baumarten der Welt, dessen Blätter seit Jahrzehnten zu standardisierten Extrakten verarbeitet werden. In der EU ist ein Ginkgo-Blätter-Extrakt von der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) als traditionelles pflanzliches Arzneimittel bei leichten altersbedingten Gedächtnisproblemen registriert, eine Anwendung im Zusammenhang mit der Durchblutung, nicht speziell mit den Augen.
Der Baum gilt botanisch als lebendes Fossil, weil vergleichbare Arten bereits vor über 200 Millionen Jahren existierten und die heutige Ginkgo biloba als einzige überlebende Art ihrer Klasse eine bemerkenswerte Widerstandsfähigkeit gegen Schädlinge, Krankheiten und Umweltbelastungen zeigt. Für standardisierte Extrakte werden meist die charakteristischen fächerförmigen Blätter im Spätsommer geerntet und auf einen festgelegten Gehalt an Flavonglykosiden und Terpenlactonen eingestellt.
Der Baum wird in China traditionell seit Jahrhunderten in der Nähe von Tempeln kultiviert und gilt dort auch als Symbol für Langlebigkeit, botanisch bemerkenswert ist zudem, dass männliche und weibliche Exemplare getrennte Bäume sind, wobei in Städten meist ausschließlich männliche Bäume gepflanzt werden, weil die Früchte der weiblichen Bäume beim Verrotten unangenehm riechen.
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Gymnema Sylvestre
Gymnema Sylvestre ist eine Kletterpflanze aus der ayurvedischen Medizin Indiens, wo sie unter dem Hindi-Namen „Gurmar” bekannt ist, wörtlich etwa „Zuckerzerstörer”. Die Blätter enthalten sogenannte Gymnemasäuren, eine Gruppe von Saponinen, denen in der traditionellen Anwendung nachgesagt wird, sowohl das Süßempfinden auf der Zunge vorübergehend zu dämpfen als auch den Zuckerstoffwechsel zu beeinflussen.
Besonders bekannt ist ein Effekt, der sich unmittelbar beobachten lässt: Wer frische Blätter kaut oder einen konzentrierten Extrakt auf der Zunge verteilt, kann für rund eine Stunde kaum noch süßen Geschmack wahrnehmen, während salzig, sauer und bitter normal empfunden werden. Grund dafür ist, dass die Gymnemasäuren die Geschmacksrezeptoren für Süße auf der Zunge vorübergehend blockieren, ein in mehreren sensorischen Studien dokumentierter Effekt.
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Ingwer
Ingwer (Zingiber officinale) ist ein traditionell genutztes Gewürz und Heilpflanze mit über 400 beschriebenen bioaktiven Substanzen, vor allem Gingerolen und Shogaolen. Die Wurzel wird sowohl in der traditionellen chinesischen Medizin als auch im Ayurveda seit Jahrhunderten bei Verdauungsbeschwerden eingesetzt. In Nahrungsergänzungsmitteln kommt sie in unterschiedlichen Formen vor, von getrocknetem Pulver bis zu Extrakten mit standardisiertem Gingerolgehalt, was die Vergleichbarkeit einzelner Produkte erschwert.
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Koreanischer Ginseng
Koreanischer Ginseng (Panax ginseng) ist eine der am besten untersuchten Heilpflanzen der traditionellen asiatischen Medizin, vor allem im Zusammenhang mit Energie und Müdigkeit. Seine Wirkstoffe, sogenannte Ginsenoside, sind steroidähnliche Verbindungen, deren Gehalt je nach Extrakt und Wurzelqualität stark schwankt. Im Handel wird zwischen weißem Ginseng (die ungeschälte, getrocknete Wurzel) und rotem Ginseng (durch Dämpfen haltbar gemacht, mit verändertem Ginsenosidprofil) unterschieden; für Nahrungsergänzungsmittel werden meist standardisierte Extrakte mit definiertem Gehalt an bestimmten Ginsenosiden wie Rg1 und Rb1 verwendet.
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Königskerze (Mullein)
Die Königskerze (Verbascum thapsus, im Englischen "Mullein") ist eine hochwachsende Pflanze mit charakteristischen gelben Blüten, deren Blüten (Verbasci flos) traditionell zu Tees, Sirupen und Extrakten verarbeitet werden. Die Schleimstoffe der Blüten legen sich wie ein schützender Film über die Rachenschleimhaut, weshalb die Pflanze traditionell bei Husten und Halsreizung eingesetzt wird.
Die Pflanze kann über 2 Meter hoch werden und ist an ihrem dichten, silbrig-grauen Blätterschopf im ersten Jahr sowie dem hohen Blütenstand im zweiten Jahr gut erkennbar. Für die Verarbeitung werden traditionell nur die einzelnen, per Hand gepflückten Blüten verwendet, nicht die ganze Blütenähre, da nur die Blüten den charakteristischen hohen Schleimstoffgehalt besitzen.
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Nopal-Feigenkaktus-Pulver
Nopal bezeichnet die essbaren Triebe des Feigenkaktus (Opuntia ficus-indica), einer in Mexiko traditionell als Gemüse und Heilpflanze genutzten Kakteenart. Das Pulver wird aus den getrockneten und gemahlenen Kaktus-Pads gewonnen und ist reich an Ballaststoffen, Schleimstoffen (Mucilage) sowie sekundären Pflanzenstoffen. Frisch wird die Pflanze in der mexikanischen Küche auch als Gemüse zubereitet, ähnlich wie grüne Bohnen; für Nahrungsergänzungsmittel wird sie meist zu einem feinen, lagerfähigen Pulver oder einem konzentrierten Extrakt in Kapselform weiterverarbeitet.
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Purpursonnenhut-Extrakt (Echinacea purpurea)
Purpursonnenhut (Echinacea purpurea) ist eine in der Phytotherapie traditionell für das Immunsystem eingesetzte Pflanze. Verwendet werden vor allem Presssäfte und Extrakte aus dem oberirdischen, blühenden Kraut. Die Pflanze stammt ursprünglich aus Nordamerika, wo sie von indigenen Völkern der Prärie seit Langem traditionell genutzt wurde. Neben Echinacea purpurea werden auch die verwandten Arten Echinacea pallida (Blasser Sonnenhut) und Echinacea angustifolia (Schmalblättriger Sonnenhut) in Präparaten verwendet, wobei sich die Zulassungslage und die untersuchten Zubereitungen je nach Art unterscheiden.
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Teufelskralle
Die Teufelskralle (Harpagophytum procumbens) ist eine in der Kalahari-Wüste Südafrikas und Namibias beheimatete Pflanze, deren knollige Wurzelfortsätze traditionell in der afrikanischen Volksmedizin bei Gelenk- und Verdauungsbeschwerden genutzt werden. Der Name stammt von den auffälligen, mit Widerhaken besetzten Früchten, die an eine Kralle erinnern und sich hartnäckig im Fell vorbeiziehender Tiere verfangen, was der Pflanze zur Verbreitung ihrer Samen verhilft. Für Nahrungsergänzungsmittel wird die getrocknete und pulverisierte sekundäre Wurzelknolle verwendet, die reich an Bitterstoffen wie Harpagosid und Procumbid ist. In Europa wird die Pflanze seit dem frühen 20. Jahrhundert genutzt, nachdem deutsche Kolonisten die traditionelle Anwendung in Südwestafrika kennengelernt hatten.
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Tribulus-terrestris-Extrakt
Tribulus terrestris (Erdburzeldorn) ist eine in warmen Regionen weltweit verbreitete Pflanze, deren Früchte und Wurzeln in der traditionellen Medizin Asiens und Osteuropas seit Langem genutzt werden. Wirkstoffe sind vor allem Steroidsaponine, allen voran Protodioscin, dessen Gehalt je nach Pflanzenherkunft und Extraktionsverfahren stark schwankt. Besonders hohe Protodioscin-Gehalte werden Pflanzen aus Bulgarien und Teilen Indiens zugeschrieben, weshalb manche Hersteller die geografische Herkunft ihres Rohstoffs gezielt auf dem Etikett angeben, um sich von günstigeren, weniger standardisierten Rohware-Quellen abzuheben.
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Wacholderbeere (Juniperus communis)
Die Beeren stammen vom Gewöhnlichen Wacholder (Juniperus communis), einem Nadelgehölz, dessen kleine, dunkelblaue Beerenzapfen traditionell sowohl als Gewürz (unter anderem für Sauerkraut und Wildgerichte) als auch als Heilpflanze verwendet werden. Die EMA/HMPC hat für Wacholderbeeren eine Monographie als traditionelles pflanzliches Arzneimittel veröffentlicht.
Die charakteristischen blauschwarzen Beerenzapfen benötigen bis zur vollen Reife etwa zwei bis drei Jahre am Strauch, was sie im Vergleich zu anderen Gewürzpflanzen ungewöhnlich langsam wachsen lässt. Bekannt sind sie vielen vor allem als geschmacksgebende Zutat von Gin, wo sie namensgebend für den englischen Begriff "gin" (abgeleitet vom französischen "genièvre" für Wacholder) waren.
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Weihrauch
Weihrauch wird aus dem eingetrockneten Harz verschiedener Boswellia-Bäume gewonnen, die vor allem in Indien, Ostafrika und auf der Arabischen Halbinsel wachsen. Zur Gewinnung wird die Rinde des Baumes angeritzt, woraufhin ein milchig-weißer Harzsaft austritt, der an der Luft zu den bekannten gelblich-braunen Harzbrocken aushärtet. Während Weihrauch historisch vor allem als Räucherwerk in religiösen Zeremonien bekannt ist und schon in der Antike über weite Handelsrouten transportiert wurde, wird in Nahrungsergänzungsmitteln meist ein Extrakt aus Boswellia serrata eingesetzt, standardisiert auf einen bestimmten Gehalt an Boswelliasäuren, den namensgebenden Hauptwirkstoffen des Harzes.
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Zimt
Zimt (Cinnamomum cassia bzw. Cinnamomum verum) ist ein traditionelles Gewürz mit hohem Gehalt an Polyphenolen. Im Handel wird vor allem zwischen der günstigeren, kräftiger schmeckenden Cassia-Sorte und der milderen Ceylon-Sorte unterschieden; erstere enthält von Natur aus deutlich mehr Cumarin als letztere.
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